Küssnacht: Pfarrer droht Strafanzeige

Er sagte Pfarreimitgliedern, er brauche Geld für Hilfsprojekte

Die Pfarrkirche in Küssnacht am Rigi.

In Küssnacht im Kanton Schwyz könnte der freigestellte Pfarrer ein Fall für die Staatsanwaltschaft werden. Wie die „Sonntagszeitung“ berichtet, habe der spielsüchtige Pfarrer immer wieder Pfarreimitglieder um Geld angepumpt.

Rund 50 Personen liehen dem Pfarrer Geld, teilweise bis zu 50'000 Franken, berichtet die "Sonntagszeitung". Einige der Involvierten könnten jetzt eine Strafanzeige einreichen, heisst es im Bericht. Der spielsüchtige Pfarrer sagte den Pfarreimitgliedern, er brauche das Geld unter anderem für Hilfsprojekte in Afrika. Dabei zahlte er mit dem Geld teilweise seine Schulden zurück. Beteiligte Personen sagten gegenüber der "Sonntagszeitung", wegen der Spielsucht habe der Pfarrer inzwischen Schulden von einer Million Franken.

In Küssnacht ist der Pfarrer äusserst beliebt. Sofort nach seiner Freistellung wurde mit einer Online-Petition verlangt, dass er eine zweite Chance bekommt. Bereits über 1‘300 Personen haben die Petition bisher unterzeichnet. Das Bistum Chur hatte den Pfarrer diese Woche freigestellt.