Erneut treiben falsche Polizisten ihr Unwesen

So schützen Sie sich vor Betrügern

Polizei warnt vor Telefonbetrügern

In den vergangenen Tagen erhielt die Polizei in der Zentralschweiz mehrere Dutzend Meldungen wegen Betrügern die sich als Polizisten ausgaben. Die Betrüger haben es dabei auf Geld, Kontoinformationen oder Passwörter abgesehen.

Im Moment sind Telefonbetrüger in der Zentralschweiz wieder sehr aktiv. Die Betrüger geben sich als Polizistinnen oder Polizisten aus und lassen sich immer neue Geschichten einfallen, um von ihren Opfern hohe Geldsummen, Kontoinformationen oder Passwörter zu erhalten. In den meisten Fällen war die Anruferin eine Hochdeutsch sprechende Frau. Nicht selten benutzen die Täter seriöse und vertrauenswürdige Telefonnummern von Behörden und Firmen. Die Originalrufnummer kann inzwischen so manipuliert werden, dass auf dem Telefondisplay eine komplett andere Rufnummer angezeigt wird, zum Beispiel die Polizei-Notrufnummer 117.  Bei dieser Betrugsmasche handelt es sich um «Spoofing». Dieser Begriff kommt aus dem Englischen (to spoof) und bedeutet so viel wie «vortäuschen». Die (gefälschte) vertrauenswürdige Identität sorgt dafür, dass die Opfer kein Misstrauen hegen.

Wie kann ich mich schützen?

  • Seien Sie misstrauisch, wenn ein(e) hochdeutsch sprechende(r) Polizist/in Sie auffordert, grössere Geldsummen abzuheben und einem Fremden zu übergeben oder irgendwo zu deponieren. Die Polizei verlangt nie grössere Bargeldsummen; erst recht nicht telefonisch. Polizisten in der Zentralschweiz sprechen Schweizerdeutsch – nicht Hochdeutsch!
  • Werden Sie misstrauisch, wenn ein Anrufer Sie zu Zahlungen auffordert oder wenn Sie heikle Daten wie Kontoinformationen oder Passwörter herausgeben sollen. Auch wenn der Anrufer sagt, er brauche diese Informationen zum Abgleich oder zu Ihrer Identifikation.
  • Falls die «117» auf Ihrem Display erscheint, nehmen Sie den Anruf nicht entgegen und informieren Sie die Polizei in Ihrem Kanton. Die Polizei ruft Sie nie über die Notrufnummer an.
  • Bitten Sie bei Unsicherheit darum, dass Sie zurückrufen können. Wählen Sie dann aber nicht die Rückruftaste auf Ihrem Handy, sondern rufen Sie die offizielle Nummer an, die Sie zum Beispiel auf einer Rechnung oder im Internet finden. Fragen Sie dort nach, ob man sie tatsächlich erreichen wollte.
  • Telefonbetrüger suchen ihre Opfer im öffentlichen Telefonbuch aus. Sie suchen gezielt nach Personen mit einem traditionellen Vornamen, da dieser einen Hinweis auf das Alter liefern könnte. Schützen Sie sich, indem Sie nur den ersten Buchstaben Ihres Vornamens vermerken.
  • Nehmen Sie Warnhinweise von Bankangestellten ernst und erlauben Sie diesen bei geringsten Zweifeln, die Polizei zu verständigen.