Anklage gegen Alexander Studhalter aufgehoben

Ein französisches Gericht hob alle Anklagepunkte auf

Alexander Studhalter

Der Luzerner Treuhänder Alexander Studhalter ist nach seiner Verhaftung wegen Steuerhinterziehung entlastet worden. Das Berufungsgericht im französischen Aix-en-Provence habe die Vorwürfe gegen den Grossaktionär der Highlight Event and Entertainment AG (HLEE) aufgehoben.

Das Gericht habe der von Studhalter eingereichten Nichtigkeitsbeschwerde stattgegeben, sagte sein Anwalt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag. Sämtliche Anlagepunkte und sämtliche Restriktionen wurden aufgehoben. Die bezahlte Kaution von 5 Millionen Euro wird zurückerstattet. Der Investor war Mitte Januar in Nizza wegen angeblicher Steuerhinterziehung festgenommen worden. Bei den Ermittlungen ging es um Immobiliengeschäfte in Cap d'Antibes bei Cannes. Anfang März wurde er nach siebenwöchiger Untersuchungshaft in Südfrankreich auf freien Fuss gesetzt.

Auch kein Strohmann von Kerimow

Mit dem Erfolg der Beschwerde sei bewiesen, dass Studhalter keine Beihilfe zur Geldwäscherei geleistet und niemandem geholfen habe, Steuern zu hinterziehen. Er sei auch kein Strohmann des russischen Oligarchen Suleiman Kerimow, der im letzten November in Südfrankreich vorübergehend festgenommen wurde. Es sei damit auch untermauert, dass die Swiru Holding AG zu 100 Prozent Studhalter gehöre und er damit der einzige wirtschaftlich Berechtigte an den vier Villen in Südfrankreich ist.

Erleichterung über Urteil

Man sei erleichtert über das Urteil, sagte der Anwalt. Eine allfällige Entschädigung müsste in einer eigenständigen Eingabe in Frankreich angestrebt werden. Damit habe man sich aber noch nicht befasst. Studhalter war im vergangenen November als Grossaktionär bei HLEE eingestiegen. Er beteiligte sich mit rund 32 Millionen Euro am Medienunternehmen. Der Treuhänder finanzierte das Angebot für Constantin Medien mit mehr als 80 Millionen Euro mit.

(Quelle: sda)