Junge Autofahrer haben ein grösseres Unfallrisiko

Vor allem dann, wenn Gleichaltrige mitfahren

Junge, männliche Autofahrer haben das grösste Unfallrisiko (Symbolbild).

Junge, männliche Autofahrer haben ein grösseres Unfallrisiko, wenn gleichaltrige Männer als Mitfahrer dabei sind. Das zeigt eine neue Studie des bfu – der Beratungsstelle für Unfallverhütung. Nicht in jedem Alter ist es aber gleich gefährlich, Passagiere dabeizuhaben. Bei Junglenkern kann sich die Anwesenheit älterer Erwachsener positiv auswirken.

Gespräche während dem Autofahren können gefährlich sein. Das zeigt eine neue bfu-Studie zum Einfluss von Passagieren auf Automobilisten. Allerdings ist das Risiko unterschiedlich hoch. Je nachdem, welches Alter und welches Geschlecht die Fahrzeuginsassen haben.

Riskanterer Fahrstil unter Gleichaltrigen

Es sind vor allem junge, männliche Autofahrer, die ein höheres Unfallrisiko haben – und zwar dann, wenn die anderen Personen im Auto ebenfalls junge Männer sind. Ein Grund für das erhöhte Risiko: Manche Junglenker neigen zu einem gefährlicheren Fahrstil, wenn Altersgenossen dabei sind. Derselbe Effekt – wenn auch etwas schwächer – ist bei jungen Autolenkerinnen messbar, sobald Gleichaltrige mitfahren. Hingegen beeinflussen weibliche Passagiere junge Männer am Steuer positiv – diese fahren dann tendenziell vorsichtiger.

Ältere haben positiven Einfluss

Dasselbe gilt, wenn junge Automobilisten von Erwachsenen begleitet werden: Diese beeinflussen das Fahrverhalten von Junglenkern auf positive Weise. Auch mit zunehmender Fahrroutine nimmt die Beeinflussbarkeit am Steuer durch Passagiere tendenziell ab.

Fahrschüler sensibilisieren

Weil sich vor allem junge Autolenkende von Passagieren beeinflussen lassen, empfiehlt die bfu, diese Problematik vermehrt in der Fahrausbildung zu thematisieren. Die Gefahr der Beeinflussung durch Passagiere dürfte Neulenkenden weniger bewusst sein als etwa die Gefahr der Ablenkung durch Mobiltelefone.