Immer mehr Freizeit-Parks in Schweizer Bergen

Die Bergregionen setzen auf den Sommertourismus

In den Schweizer Bergen gibt es immer mehr Freizeit-Parks.

Das grosse Wettrüsten in den Alpen: In den Schweizer Bergen stehen immer mehr Freizeit-Installationen, wie eine Erhebung der Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness zeigt. Sie zählte laut «SonntagsZeitung» aktuell 193 Funparks - von Rodelbahnen bis zu Seilparks.

Zwischen 1980 und 1990 entstanden gerade mal acht dieser Attraktion, in den zehn Jahren darauf rund 40. Seit der Jahrtausendwende kamen nochmals über 130 hinzu. Mountain-Wilderness-Geschäftsführerin Maren Kern äusserte Kritik und sprach gegenüber der Zeitung von «einer Möblierung der Alpen». Die Tourismusbetriebe dagegen wollen mit den Anlagen sinkende Erträge im Wintersportgeschäft wettmachen. Die fetten Wintertourismusjahre seien vorbei, sagte Stefan Forster, Experte für Tourismus an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Im alpinen Tourismus sei ausschlaggebend, dass Destinationen und Bergbahnen auch in den Sommer investierten. Laut Seilbahnen Schweiz sanken seit 2007 die Erträge des Personenverkehrs im Winter um 25 Prozent, im Sommer stiegen sie um 75 Prozent.

(Quelle: SDA)