Bondo: Suche nach Vermissten eingestellt

Ein Jahr nach der Katastrophe droht der nächste Felssturz

Die acht Todesopfer des grossen Bergsturzes vom August letzten Jahres im südbündnerischen Bergell werden noch immer vermisst. Eine Nachsuche im Juli dieses Jahres im Seitental Bondasca blieb erfolglos. Und: Der Berg bewegt sich wieder.

Bei einem der grössten Bergstürze der letzten 100 Jahre in der Schweiz hatten acht Wanderer im Seitental Bondasca ihr Leben verloren. Sie stammten aus Deutschland, Österreich und Schweiz.

Damals waren rund 3,1 Millionen Kubikmeter Fels von der Nordostflanke des Piz Cengalo ins Seitental Bondasca gestürzt. Es wurde Material bis ins Haupttal Bergell nach Bondo gedrückt. Viele Häuser wurden dabei beschädigt, Menschen wurden aber zum Glück keine verletzt.

Berg bewegt sich wieder

Die acht Todesopfer bleiben trotz einer Nachsuche in diesem Sommer nach wie vor verschollen. Ausserdem ist am Berg wieder Aktivität registriert worden. Insgesamt sollen sich drei Millionen Kubikmeter Fels bewegen, sagt Martin Keiser vom Bündner Amt für Wald und Naturgefahren.

Dies wäre etwa so viel, wie vor einem Jahr abstürzte. Die Bewegungen werden seit dem 5. Juli registriert. Über den Winter sei es ruhig geblieben. Alle Wanderwege des Seitentals Bondasca sind immer noch gesperrt.

Das Dorf Bondo nach dem Felssturz am 23. August 2017.