Zuger NFA-Zahlungen steigen weiter

Kanton Zug fordert mehr Fairness im Finanzausgleich

Finanzen (Symbolbild)

2019 muss der Kanton Zug 329 Millionen Franken in den Nationalen Finanzausgleich (NFA) einzahlen. Der Trend der steigenden Zuger Zahlungen setzt sich demnach fort. Es wären rund 17 Millionen Franken mehr als noch in diesem Jahr eingezahlt worden sind. Der Zuger Regierungsrat fordert deshalb die Umsetzung eines Kompromissvorschlags der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK).

Im Vergleich zu diesem Jahr soll der Kanton Zug nächstes Jahr 17 Millionen Franken mehr in den Nationalen Finanzausgleich (NFA) einbezahlen. Dies wären dann 329 Millionen Franken, was bedeuten würde, pro Zugerin und Zuger bezahlt der Kanton 2727 Franken in den Ausgleich für Finanzschwächere Kantone. Dies macht den Kanton Zug zum zweitgrössten Geberkanton.

Der Trend der steigenden Zahlungen setze sich demnach fort, wie der Kanton Zug in einer Mitteilung schreibt. Beim Kanton stösst dieser Entscheid aber vor allem auf, weil Bund und diverse andere Geberkantone seit Jahren mehr bezahlen, als vom Gesetz vorgeschrieben. Seit Einführung des NFA im Jahr 2008 haben die Geberkantone rund 1,42 Milliarden Franken zu viel bezahlt. Der Zuger Anteil daran beträgt 281 Millionen.

Kompromissvorschlag

Der Kanton Zug steht aber nicht alleine da, dass es Veränderungen braucht ist auch bei anderen Kantonen unbestritten. Deshalb haben die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) einen Kompromissvorschlag ausgearbeitet, welchem 21 Kantone zugestimmt haben.

Der Kanton Zug erwartet nun vom Bundesparlament, dass es diesem Schulterschluss der Kantone zustimmt, um so für mehr Fairness im Finanzausgleich zu sorgen.