Maiswurzelbohrer im Kanton Luzern

Massnahmen werden verschärft

Der Maiswurzelbohrer.

Wegen des starken Auftretens des Maiswurzelbohrers in den nördlichen Nachbarkantonen Aargau und Basel-Land und jetzt auch im Luzerner Mittelland verschärfen die Luzerner Behörden nun Massnahmen.

Was beim kleinen Käfer auffällt: Er ist vor allem in der Nähe von Transportachsen präsent, so nämlich unter anderem im Aargau, Basel-Land oder jetzt auch in Luzern. Dies vor allem in der Nähe von Autobahnen, wahrscheinlich importiert durch den Maistransport, wie Jakob Lütolf, Präsident des Luzerner Bäuerinnen und Bauernverband gegenüber Radio Pilatus und Tele 1 erzählt.

In der Schweiz wurden bisher nur Einzelexemplare gesichtet. Viele Käfer können aber ganze Felder zerstören. Da in der Schweiz Fruchtfolgen eingehalten werden müssen, also nicht mehr als zweimal hintereinander das gleiche angebaut werden darf, kann sich der Käfer gar nie richtig einnisten. Anders als zum Beispiel in Deutschland, wo regelrechte Monokulturen herrschen. Dort ist der Käfer auch ein viel grösseres Problem.

Massnahmen werden verschärft

Der Kanton Luzern will nun gegen den aufkommenden Käfer die Massnahmen verschärfen. So soll nächstes Jahr zum Beispiel in bekannten Risikozonen kein Mais mehr angepflanzt werden dürfen, wenn dort in diesem Jahr schon Mais geerntet wurde. Ausserdem sollen Bodenbearbeitungsmaschinen beim Verlassen des Feldes gründlich gereinigt werden, um die Verschleppung von Käfern und Eiern zu verhindern. Allerdings sollen diese Massnahmen nochmals mit dem Bund abgesprochen werden. 

Audiofiles

  1. Der Maiswurzelbohrer in Luzern. Audio: Tise Oetterli