So funktioniert die UEFA Nations League

Schweiz in der ersten Division

Der Schweizer Fussball-Nationaltrainer Vladimir Petkovic mit Xherdan Shaqiri

Wegen den vielen langweiligen und lustlosen Test-Länderspielen hat die UEFA einen neuen Wettkampf eingeführt: Die UEFA Nations League. Wie funktioniert der Wettkampf?

Wie gespielt wird

Die Uefa hat alle 55 Mitgliedsverbände gemäß ihrer Stärke (Stand Oktober 2017) in vier Divisionen (A bis D) mit jeweils vier Gruppen mit unterschiedlicher Größe eingeordnet. Die Schweiz tritt daher in einer der vier Top-Gruppen in Hin- und Rückspiel gegen Belgien und Island an. Die vier Gruppensieger von Division A spielen im Juni 2019 in zwei Halbfinals und einem Finale den Nations-League-Sieger aus. Somit eine Chance für die Schweiz einen Titel zu gewinnen. Allerdings ist auch ein Risiko für einen Abstieg vorhandne. Denn die Gruppenletzten der Vorrundengruppen rutschen in die nächsttiefere Division ab. Von dort steigen wiederum die Ersten auf.

Was der Wettkampf für Vorteile bringt

Sportlich ist die Nations League (noch) nicht von grosser Bedeutung. Daher hatte Nationaltrainer Vladimir Petkovic auch weit im Voraus gesagt, dass er für die Nations League neue Spieler testen möchte und er hat diese Chance auch genützt. Mit Kevin Mbabu und Albian Ajeti hat der Schweizer Trainer zwei Neulinge für das erste Spiel am Samstag gegen Island aufgeboten. Trotz der kleinen sportlichen Bedeutung der Nations League: Lustlose Testspiele gehören der Vergangenheit an. Für mehr Spannung dürfte gesorgt sein.

Wie der Wettbewerb bei der Quali für die EM 2020 helfen kann

Die Qualifikation für die Europameisterschaft läuft wie bisher auch. Die Gruppen werden Ende des Jahres ausgelost. Aber: Wer die Teilnahme über die herkömmliche Qualifikation vermasselt, der hat über den zweiten Bildungsweg Nations League nun eine weitere Chance. Denn die vier Gruppensieger aller vier Divisionen spielen im März 2020 untereinander in Play-offs vier Plätze für die EM aus. Heißt: Auch die kleineren Divisionen haben eine reelle Chance auf das Turnier. Hat sich ein Gruppensieger schon über die herkömmliche Qualifikation das Ticket gesichert, rückt der Nächste der Tabelle nach.