Die Pilze schiessen wieder aus dem Boden

Auf was man beim Sammeln achten muss

Jetzt ist wieder Zeit für die Pilze Der giftige Fliegenpilz Ebenfalls giftig: Der grüne und weisse Knollenblätterpilz Auch gewisse Gattungen der Trichterlinge können giftig sein.

Jeder weiss es bereits als Kind: der rote Pilz mit den weissen Punkten ist giftig. Aber wie sieht es mit den anderen Pilzen aus? Eine Frage, welche seit einigen Tagen wieder mehr Leute beschäftigen. Nach dem trockenen und warmen Sommer ist in den letzten Tagen die Pilzsaison wieder losgegangen. Hier erfährt ihr, auf was man beim Sammeln achten muss.

Die Flaute infolge des trockenen Sommers ist vorbei - nun schiessen die Pilze wieder richtig aus dem Boden. Ob im Wald, auf den Wiesen oder vielleicht sogar auf dem eigenen Rasen - man begegnet ihnen in allen Farben und Formen. Wer mit Pilzen noch wenig Erfahrung hat, sollte aber einige Punkte beachten.

Keine Plastiktaschen - sondern Körbe

Zum Sammeln sollten nur Körbe verwendet werden, die eine gute Durchlüftung gewährleisten und in denen Pilze nicht zerdrückt werden. Auf Plastiktaschen ist zu verzichten, da sich die Pilze darin rasch zersetzen und auch Speisepilze dadurch giftig werden können.

Nicht alle Pilze sammeln

Auch wenn man noch wenig Erfahrung hat, sollte man gemäss Pilzkontrolleuren nicht einfach jeden Pilz mal einsammeln, den man gerade gesehen hat. Wenn man sich nicht sich ist, lieber mal ein paar wenige Stücke nehmen, in unterschiedlichen Grössen und diese dann bei einer Pilzkontrollstelle kontrollieren lassen. Auch sollen ganz junge, ganz alte oder nicht einwandfreie Pilze stehen gelassen werden. 

Achtung bei den weissen, grünen und roten Pilzen

Besonders aufpassen muss man bei den weissen, grünen und roten Pilzen. Die roten sind die Fliegenpilze. Die gefährlichen weissen und grünen Pilze sind unter Umständen Knollenblätterpilze. Diese sind giftig und nicht für den Verzehr geeignet. Auch gewisse Gattungen der Trichterlinge können giftig sein.

Einhalten der Vorschriften

Das Sammeln von Pilzen unterliegt auch gewissen Vorschriften. Je nach Kanton gibt es Schonzeiten und Gewichtsbeschränkungen. Diese gilt es einzuhalten, ansonsten könnte es teuer werden.

Bei Fragen und Unklarheiten - ab zur Pilzkontrollstelle oder in einen Pilzverein

Ist man sich nicht sicher, ob der Pilz essbar ist oder nicht, dann sofort zur Pilzkontrollstelle. Diese gibt es in der ganzen Zentralschweiz während mehreren Abenden, häufig bis Ende Oktober. Auch organisieren regionale Pilzvereine verschiedene Weiterbildungen an, um die Pilze genauer kennen zu lernen. Unter anderem auch der Pilzverein Zug. Dieser organisiert an mehreren Abenden sogenannte Pilzbestimmungs-Abende, welche für alle Sammler kostenlos besucht werden können.

Alle Informationen zum Pilzsammeln und den verschiedenen Kontrollstellen gibt es auch hier.