Neues ZVB-Busdepot am alten Standort

Zuger Kantonsparlament will neuer Hauptstützpunkt für 190 Millionen

Ein Bus der Zugerland Verkehrsbetriebe

Das Zuger Kantonsparlament bleibt trotz Kritik dabei. Der neue Hauptstützpunkt der Zugerland Verkehrsbetriebe ZVB soll am bisherigen Standort an der Aa gebaut werden. Dies hat das Zuger Kantonsparlament entschieden.

Für Baudirektor Urs Hürlimann (FDP) ist das Areal nach wie vor "der beste Standort". Eine Machbarkeitsstudie, wie sie zahlreiche Parlamentarier vergeblich forderten, hielt Hürlimann für nicht notwendig. "Ich wüsste nicht, was wir noch abklären sollen."

 Mehrfache Kritik

Kritik am Busdepot auf dem Areal "An der Aa" kam unter anderem von SVP-Kantonsrat Philip C. Brunner. Er ist dagegen, dass dieses "Filetstück" wieder mit einem Busdepot überbaut wird. "Nachfolgende Generationen werden sich fragen, was wir uns dabei gedacht haben."

190 Millionen Franken teuer

Zudem sei das Projekt mit rund 190 Millionen Franken unglaublich teuer. Das KKL in Luzern habe etwa 220 Millionen gekostet. "Und wir bauen für fast den gleichen Betrag ein Depot für schlafende Busse." Brunner hätte den Standort lieber an den Stadtrand verlegt. Doch bei diesem Thema winkt der Regierungsrat ab. Die Nähe des Areals "An der Aa" zur Innenstadt sei aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein Vorteil, da die meisten Verbindungen beim Bahnhof beginnen oder enden. Berechnungen würden zeigen, dass ein Standort am Stadtrand, etwa beim Göbli, jährlich

Leerfahrten von 154'000 Kilometern zu Folge hätten.

Zudem sei es dort wegen des Grundwassers nicht möglich, so tief runterzubauen. Der neue Hauptstützpunkt der ZVB soll zu einem grossen Teil unter den Boden kommen. Zwei Stockwerke tief soll gebaut werden.

Quelle: sda