Die Schweiz ist bei Expats deutlich weniger beliebt

Mit der sozialen Integration und dem Betreuungsangebot sind viele unzufrieden

Ausländische Fachkräfte zeigen sich zunehmend unzufrieden. In einer internationalen Umfrage ist die Schweiz bei den Expats deutlich weniger beliebt als noch vor wenigen Jahren.

Die Schweiz gehört zu den grössten Verlierern der diesjährigen Umfrage des weltweiten Expats-Netzwerks Internations. Mehr als 18'000 Personen, die im Ausland gearbeitet haben, nahmen daran teil. In der Schweiz waren es 1000 Teilnehmer. Von 68 Ländern landete die Schweiz nur auf Rang 44. Vor 4 Jahren erreichte die Schweiz noch den 4. Rang. Mühe hätten die Expats vor allem mit der Integration. Aber auch mit dem Betreuungsangebot seien sie unzufrieden. Viele gaben an, es sei zu teuer. 

Weniger Extra-Verträge der Firmen

Esther Dunn von der Fachstelle für Migration in Zug meint, die Situation der Integration wäre ähnlich wie die letzten Jahre. Beobachtet hat sie, dass viele Expats im Bereich Schulangebot verunsichert seien. Viele Firmen hätten diese Aufgaben früher übernommen, heute werden nur noch wenige Extra-Verträge für Expats ausgestellt. So wurde den Expats zum Beispiel eine Wohnung zur Verfügung gestellt oder die Schulunterbringung geregelt.

Bisher keine Probleme in Zug

Der Zuger Generalsekretär Gianni Bomio ist der Meinung, dass die Studie zu relativieren sei. Die Expats seien hochqualifizierte Arbeitskräfte. Wenn es ihnen hier nicht gefällt, fänden sie in einem anderen Land gut wieder einen Job. Internationale Zuger Firmen seien aber auf Spezialisten aus dem Ausland angewiesen. Bis jetzt hätten diese keine Probleme Expats zu finden.

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  1. Kanton Zug hat keine grossen Bedenken. Audio: Tise Oetterli