Schwangere trinken risikoreich Alkohol

Bei sechs von hundert Schwangeren ist der Alkoholkonsum risikoreich

Sechs Prozent der schwangeren Frauen in der Schweiz trinken Alkohol.

Rund sechs Prozent der schwangeren oder stillenden Frauen in der Schweiz trinken mindestens einmal pro Monat mehr als vier Gläser Alkohol. Dies zeigen neue Auswertungen von Sucht Schweiz im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG.

In Europa kommen rund zwei von hundert Neugeborenen mit Beeinträchtigungen zur Welt, weil ihre Mutter während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert hat. Da am kommenden Sonntag der Tag des alkoholgeschädigten Kindes ist, macht die Stiftung Sucht Schweiz auf diesen Fakt aufmerksam. Sie appelliert an die Gesellschaft, schwangeren Frauen den Verzicht auf Alkoholkonsum zu erleichtern.

Schwere Schäden

Es ist nicht belegt, ab welcher Alkoholmenge die Entwicklung des Kindes beeinträchtig wird. Trotzdem können die Schäden für Neugeborene laut Sucht Schweiz beträchtlich sein. Kinder können zum Beispiel Merk- und Lernschwierigkeiten, Sprechstörungen, Hyperaktivität und Impulsivität erleiden. In extremen Fällen sind auch Wachstumsverzögerungen sowie Dysfunktionen des zentralen Nervensystems beobachtet worden.

Abstinenz empfohlen

Trotz der Risiken trinken in der Schweiz rund sechs Prozent der schwangeren Frauen Alkohol. Die Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen will dies ändern. Sie empfiehlt deshalb, während der Schwangerschaft überhaupt keinen Alkohol zu trinken.