Badis schliessen, der Sommer bleibt

Am Sonntag ist in vielen Badis die Saison zu Ende

Im Lido in Luzern wurde die Saison richtig ausgekostet Das Wetter lädt zum Baden ein, die Gäste bleiben aber in vielen Badis fern

Hammer. Perfekt. Wahnsinnig. Unglaublich schön. So würden wohl die meisten von uns den Sommer 2018 beschreiben. Selten konnte man an so vielen Sonnentagen in die Badis, im See oder im Pool schwimmen, oder einfach nur dem Schatten nach die Abkühlung suchen. Die Badis hatten Hochbetrieb und könnten auch nächste Woche noch von sommerlichen Temperaturen profitieren. Trotzdem schliessen viele ihre Tore diesen Sonntag. Und das ist gut so.

Wer nach diesem Sommer den Herbst sehnlichst erwartet, muss sich noch eine Weile gedulden. Die kühleren Tage, an denen wir uns in Schal und Wollmütze einkuscheln und durch das farbige Laub spazieren können, lassen noch etwas auf sich warten. Auch zum Wochenstart werden wieder bis zu 26 Grad erwartet. Trotz diesen sommerlichen Prognosen schliessen viele Badis in der Zentralschweiz diesen Sonntag, 16. September ihre Tore. Es ist Saisonende, ungeachtet des hitzigen Spätsommerwetters. Die Betreiber der Badis sehen darin aber kein Problem. "Ich bin überhaupt nicht wehmütig. Ich glaube, alle, die einen solchen Betrieb leiten, sind langsam ausgebrannt. Sind müde. Irgendwann setzt man ein Datum und ich denke, es ist genau das richtige, um die Türen zu schliessen", sagt Vreni Sigrist vom Seebad Horw. Es kämen auch seit Schulbeginn nicht mehr viele Menschen in die Badi. "Man merkt, dass langsam das Herbstprogramm wie Wandern angesagt ist. Es sind nur noch die treuen Stammgäste täglich hier."

Saisonende in den Zentralschweizer Badis

Nicht nur das Seebad in Horw schliesst am Sonntag den Badi-Betrieb. Auch andere Badis in der Zentralschweiz haben ihr Saisonende auf den 16.September 2018 gesetzt. So zum Beispiel das Lido Luzern, das Strandbad Tribschen, das Strandbad Zug, der Seefeldpark Sarnen oder das Krienser Parkbad, wie man deren Webseiten entnehmen kann. Dann wird aufgeräumt, umgebaut und endlich etwas geschlafen, sagt Vreni Stadelmann vom Seebad Horw: "Es gibt noch einiges zu tun, aber nach diesen zwei Wochen putzen und aufräumen gehen dann wir auch in unsere verdienten Badeferien".

Auf diese Ruhe nach dem Sturm können trotz des strengen Sommers einige Badibetrieber aber auch noch verzichten. So verlängert zum Beispiel das Seebad Luzern seine Saison bis voraussichtlich am 30. September und auch in der Rotseebadi in Ebikon kann bis Ende September gebadet werden. Das Strandbad Stansstad empfängt seine Gäste bis zum 22. September 2018. Dann wird auch hier definitiv geschlossen und nach einem Winterurlaub die Planung für die neue Saison begonnen. Für einem Sommer, der hoffentlich genau so wunderbar und lange wird, wie der im Jahr 2018.

Im Seebad Horw ist der See immer noch 20.8 Grad warm