Nationales Organspenderegister soll Leben retten

Swisstransplant stellt neue Datenbank bereit

Swisstransplant betreibt seit Montag das Organspenderegister.

Seit Montag, 1. Oktober 2018 kann man in einem Nationalen Organspenderegister eintragen, ob man seine Organe und Gewebe spenden will oder nicht. Swisstransplant stellt dafür eine Datenbank bereit. Damit entsteht eine zeitgemässe Alternative zur Organspende-Karte mit dem Vorteil, dass der Entscheid im Gegensatz zur Karte jederzeit auffindbar ist.

Ein Eintrag ins zentrale Organspenderegister ist freiwillig, kann jederzeit geändert werden und sorgt bei Angehörigen für Gewissheit, im Sinne der verstorbenen Person zu handeln. Steht bei einem Todesfall auf einer Intensivstation die Frage nach einer Organspende im Raum, kennen mehr als die Hälfte der Angehörigen den Wunsch des Verstorbenen nicht. In dieser schwierigen Situation müssen die Angehörigen stellvertretend im Sinne des Verstorbenen entscheiden – eine sehr belastende Situation. Damit künftig Gewissheit besteht, ob das verstorbene Familienmitglied seine Organe und Gewebe spenden wollte oder nicht, hat Swisstransplant das Nationale Organspenderegister entwickelt.

Der Entscheid kann in wenigen, einfachen Schritten auf www.organspenderegister.ch eingetragen werden. Man kann bestimmen, ob man seine Organe und Gewebe spenden will oder nicht. Wer nur gewisse Organe spenden will, kann die entsprechende Auswahl treffen oder eine Vertrauensperson bestimmen, die dereinst über die Frage entscheiden soll. Im Nationalen Organspenderegister kann erstmals auch der Wille geäussert werden, ob man nicht transplantierbare Organe oder Gewebe für Forschungszwecke zur Verfügung stellen will oder nicht.

Weitere Informationen gibt es auch im folgenden Erklärvideo: 

Audiofiles

  1. Nationales Organspenderegister soll Leben retten. Audio: Nicole Marcuard