Immer weniger Zugvögel fliegen Richtung Süden

Ihre Reise ist mit verschiedenen Gefahren verbunden

Der jährliche Flug der Zugvögel Richtung Süden ist für uns Menschen ein Naturspektakel, für die Vögel allerdings mit vielen Gefahren verbunden. Da viele Vögel dabei sterben, hat die Anzahl jener Vögel, welche im Winter bis in den Süden Afrikas fliegen, in den letzten Jahren abgenommen.

Wenn es bei uns kühler wird, fliegen Millionen von Zugvögel über die Schweiz Richtung Süden. Die herbstlichen Vogelzüge sind jeweils Anfang Oktober zu beobachten. Ihre Reise in den Süden ist mit verschiedenen Gefahren verbunden. So gehen beispielsweise durch die Umweltverschmutzung oder die intensive Landwirtschaft immer mehr Lebensräume für die Vögel verloren. Andere Gefahren sind Strommästen, Windräder oder hohe Gebäude mit grossen Glasflächen. Zudem werden viele Vögel gejagt. Durch die illegale Jagd und den illegalen Fang im Mittelmeerraum verschwinden jährlich 11 bis 36 Millionen Vögel. Auch der Klimawandel ist eine Gefahr für Zugvögel. Weil die Natur im Frühling tendenziell früher spriesst, ist das nötige Nahrungsangebot teilweise bereits nicht mehr verfügbar, wenn die Zugvögel zum Brüten aus dem Süden wieder in der Schweiz ankommen.