Dreckige Reuss - Diskussion um Plastikmüll

Wegen niedriger Wasserständen kommt jetzt der Abfall zum Vorschein

Im Seegras in der Reuss verfängt sich momentan wegen der tiefen Pegelstände viel Abfall. Passend dazu wurde in der EU gestern das einem Verbot für Plastik-Einweggeschirr zugestimmt. Stimmen fordern nun, dass die Schweiz nachzieht.

Im EU-Parlament gestern ein grosses Thema war die Abfalldebatte rund um Plastik-Einwegartikel. Aber nicht nur die Ozeane der Welt werden verschmutzt, auch die Gewässer in der Schweiz zeigen teils einen sehr dreckiges Bild. Aufgrund des wenigen Niederschlages und den heissen Temperaturen im Sommer sind die Wasserpegel momentan sehr tief. Und deshalb bleibt der Müll oftmals im wuchernden Seegras hängen. Ein Bild, das man zum Beispiel in der Reuss mitten in Luzern auffindet. Weil die Strömung derzeit nur schwach ist, bleibt dieser auch lange dort liegen.

Der Güsel ist nicht nur unschön zum anschauen, vielmehr ist er sehr gefährlich für die Tierwelt. Die EU hat deshalb gestern beschlossen, ab 2021 eine Reihe von Plastik-Einwegartikel aus der EU zu verbannen. Dazu gehören Trinkhalme, Einweggeschirr oder auch andere Wegwerfprodukte aus Plastik. Die EU hofft, die definitive Regelung bis zum Mai nächsten Jahres zu verabschieden. Da die Schweiz nicht zur EU gehört, wäre sie davon nicht betroffen. Politiker bringen sich jetzt aber in Stellung und fordern, dass die Schweiz nachzieht.

Audiofiles

  1. Dreckige Reuss - Diskussion um Plastikmüll. Audio: Sämi Deubelbeiss