Pilatus-Flugzeugwerke verteidigen sich

Der Präsident weist die Vorwürfe zu den Geschäften mit den Saudis zurück

Laut den Pilatus Flugzeugwerken sind alle Geschäfte mit den Saudis rechtens.

Pilatus-Präsident Oscar Schwenk hat in einem Interview Vorwürfe gegen sein Unternehmen rund um Geschäfte zur Unterstützung der saudischen Armee zurückgewiesen. Man habe die Behörden umfassend über den Auftrag informiert und verfüge über alle nötigen Bewilligungen.

Die Behauptungen, wonach es der Stanser Flugzeugbauer im vergangenen Jahr versäumt habe, den Bund über einen Folgeauftrag eines 2014 bewilligten Deals zur Unterstützung der saudischen  Luftstreitkräfte zu informieren, "stimmen absolut nicht und sind völlig absurd", sagte der 74-jährige Pilauts-Verwaltungsratspräsident in einem Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag".

Das Schweizer Aussendepartement (EDA) prüft derzeit das Geschäft von Pilatus in Saudi-Arabien und leitete ein Meldeverfahren ein, wie am Freitag bekannt wurde. Die Tamedia-Zeitungen hatten zuvor berichtet, dass der Flugzeughersteller dem EDA nicht mitgeteilt habe, dass er die saudischen Streitkräfte logistisch unterstützt. Das EDA erklärte, es sei aufgrund eigener Abklärungen in diesem Sommer auf das Geschäft gestossen.

Freiheitsstrafe droht

Konkret wird nun geprüft, ob Pilatus gegen im Jahr 2015 in Kraft getretene Bestimmungen der Schweiz verstiess. Das Bundesgesetz über die im Ausland erbrachten privaten Sicherheitsdienstleistungen (BPS) verpflichtet Schweizer Unternehmen, ihre Einsätze im Ausland einer Behörde im EDA zu melden. Verletzungen der Meldepflicht können mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe sanktioniert werden.

Bewilligung soll da sein

Schwenk sieht kein Fehlverhalten seines Unternehmens. "Wir haben eine ausserordentliche Generalausfuhrbewilligung für Saudi-Arabien aus dem Jahr 2014, die für vier Jahre gültig ist", sagte er. Laut dieser könne das Unternehmen nach Saudi-Arabien Flugzeuge verkaufen, den Support übernehmen, Software updaten oder Technologie im Rahmen des Unterhalts liefern.

(Quelle: SDA)