Workshop für längere Ladenöffnungszeiten

Gegner bezeichnen geplanten Pilotversuch als "illegal"

Die Luzerner Stadtregierung will die Ladenöffnungszeiten ausweiten. Dies teilte sie bereits Mitte Oktober mit. Ein Gutachten zeigte der Stadt ihren rechtlichen Spielraum auf. Gestern fand nun ein Workshop mit verschiedenen Anspruchsgruppen statt. Ob ein Pilotversuch auch tatsächlich durchgeführt wird, entscheidet die Stadtregierung zu einem späteren Zeitpunkt.

Happige Vorwürfe der Gegner im Vorfeld des Pilotversuchs. Sie bezeichnen diesen als illegal. Deswegen nahmen sie am Dienstagabend auch gar nicht am Workshop teil, an diesem eigentlich Anspruchsgruppen von allen Seiten zu Wort kommen sollten. Anstatt am Workshop zu diskutieren, machten sie schriftlich einen Kompromissvorschlag. Dabei schlagen der Luzerner Gewerkschaftsbund, der Detaillistenverband Kanton Luzern und die Gewerkschaft Unia längere Öffnungszeiten am Samstag (bis 17:00 Uhr) vor, dafür soll der Abendverkauf an einem Tag unter der Woche nicht mehr stattfinden.

Workshop verlief konstruktiv

Der Workshop selber verlief dagegen konstruktiv und fair, sagte die Luzerner Finanzdirektorin Franziska Bitzi. Der Einladung zum Workshop folgten rund 15 Vertreter der Interessengruppen. Auch der Ersteller des Gutachtens, Prof. Paul Richli, war am Workshop dabei. Er erläuterte es nochmals und beantwortet Fragen dazu.

Der Stadtrat wird nun die Erkenntnisse zusammentragen und später über eine möglichen Einführung des befristeten Pilotversuches entscheiden. Man bleibe weiter im engen Dialog mit den betroffenen Kreisen. Ob und wie der Stadtrat auf die Argumente der Gegner eingehen wird, wird sich zeigen.