Suizid unter Bauern nimmt zu

Geldsorgen, Zukunftsängste oder Einsamkeit

Bauernhof

Die Selbstmordrate von Landwirten in der Schweiz liegt deutlich über dem Durchschnitt. Dies berichtet die "SonntagsZeitung", welche sich auf eine neue Nationalfonds-Studie beruft. Demnach haben sich zwischen 1991 und 2014 etwa 450 Bauern das Leben genommen. 

Während die Suizid-Rate anderer Schweizer Männer aus ländlichen Gemeinden laufend sinkt, nimmt sie bei Landwirten seit 2003 zu. So hatten Bauern laut der Studie zuletzt ein um 37 Prozent höheres Suizid-Risiko. Ursachen sind dem Bericht zufolge meist Zukunftsängste, Geldsorgen, Nachfolgeprobleme oder Einsamkeit. 

In 60 Prozent nahmen sich die Bauern gemäss Studie durch Erhängen das Leben, in 25 Prozent mit der Schusswaffe. Erstmals untersuchten Forscher der Universität Bern das Thema mit Daten von 90'000 Landwirten. Die Zahlen machten sehr betroffen und würden nur erahnen lassen, welche menschlichen Schicksale dahinter stünden, sagte Bauernverbandspräsident Markus Ritter. Hilfe bietet das Bäuerliche Sorgentelefon. Die Anrufe von ausgebrannten und verzweifelten Betroffenen würden zunehmen, wird Präsident Lukas Schwyn in dem Bericht zitiert.