Hans Wicki & Heidi Z'graggen offiziell nominiert

Die beiden Zentralschweizer wurden von ihren Parteien aufgestellt

Hans Wicki teilt sich das FDP-Zweierticket mit Karin Keller-Sutter. Die Urner Justizdirektorin Heidi Z'graggen schaffte den Sprung auf das offizielle CVP-Ticket.

Für zwei Zentralschweizer lebt die Hoffnung weiterhin, am 5. Dezember in den Bundesrat einzuziehen. Der Nidwaldner Hans Wicki und die Urnerin Heidi Z'graggen wurden von ihren Parteien offiziell nominiert.

Die FDP-Fraktion hat sich für ein klassisches Zweierticket entschieden. Neben Hans Wicki hat sie auch die St. Gallerin Karin Keller-Sutter nominiert. Beide sassen früher in der
Kantonsregierung und haben somit Exekutiverfahrung. Hier dürfte Karin Keller-Sutter wohl die Favoritin sein. Wicki bringt auch unternehmerische Erfahrung mit. Dennoch dürfte er gegen Keller-Sutter einen schweren Stand haben am 5. Dezember. Anders als 2010 kann die gelernte Konferenzdolmetscherin und Pädagogin diesmal auch mit Unterstützung von Mitte-links rechnen. Vor acht Jahren hatte sie als Asyl-Hardlinerin gegolten. In der Zwischenzeit widmete sie sich anderen Themen und machte sich einen Namen als Brückenbauerin, namentlich bei der Reform der Altersvorsorge.

Heidi Z'graggen und Viola Amherd

Die Walliser Nationalrätin Viola Amherd und die Urner RegierungsrätinHeidi Z'graggen sind die offiziellen Bundesratskandidaten der CVP. Das hat die Fraktion am Freitagabend entschieden. Elisabeth Schneider-Schneiter und Peter Hegglin sind damit aus dem Rennen.

Die 52-jährige Urner CVP-Justizdirektorin Heidi Z'graggen hat zwar keine Erfahrung als Bundesparlamentarierin. Sie blickt aber auf eine lange Politkarriere zurück und hat ein breites Netzwerk. 2004 hatte sie im Urnerland für eine Überraschung gesorgt: Ihre Wahl in die Kantonsregierung schaffte Heidi Z'graggen aus dem nichts mit einem Glanzresultat. Die damals 38-Jährige arbeitete zuvor als Primar-und Sekundarlehrerin und studierte und doktorierte in Politikwissenschaften an der Universität Bern. Sechs Jahre nach ihrer Wahl in die Urner Exekutive wollte die CVP-Politikerin dann einen Schritt weiter - nordwärts. Sie liebäugelte mit dem Sprung nach Bern. Die Wahl in den Ständerat verpasste sie dann aber und musste ihrem Regierungskollegen, dem parteilosen Finanzdirektor Markus Stadler, den Vortritt lassen. Dass sie nun als Bundesratskandidatin keine Erfahrungen als Bundesparlamentarierin vorweisen kann, sieht sie, wie sie selber sagt, nicht als Handicap. Als Regierungsrätin seien ihr die bundespolitischen Themen bestens vertraut.