Helikopterabsturz: Crew trifft keine Schuld

Bei dem Unfall auf dem Gotthard kamen zwei Menschen ums Leben

Ein Super-Puma-Helikopter der Schweizer Armee. (Symbolbild)

Vor rund zwei Jahren ist auf dem Gotthard ein Helikopter abgestürzt. Dabei kamen zwei Piloten ums Leben. Nun ist die Untersuchung des Vorfalls abgeschlossen: Die Crew trifft keine Schuld. 

Die Untersuchungen hätten ergeben, dass kein "strafrechtlich relevantes Verhalten der Piloten" vorliege, teilte die Militärjustiz am Donnerstag mit. Auch der Loadmaster habe seine Sorgfaltspflicht nicht verletzt. Es bestehe kein Hinweis, dass sein Verhalten zum Unfall geführt haben könnte.

Obwohl der Helikopter in einem Gebiet landete und startete, das von zahlreichen Freileitungen durchzogen wird, habe die Crew "die geltenden Vorschriften für Landungen in kabelverseuchtem Gebiet" eingehalten. Auch die Flug- und Landevorbereitungen seien standard- und vorschriftsmässig durchgeführt worden.Der Untersuchungsrichter stellte deshalb den Antrag, das Verfahren einzustellen. Der zuständige Kommandant habe diesem Antrag stattgeben. Damit sei das Verfahren abgeschlossen.

Was damals passiert ist

Der Super-Puma der Schweizer Armee war am 28. September kurz nach dem Start rund 50 Meter vom Gotthard-Hospiz entfernt abgestürzt. Er hatte eine Delegation der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit vier französischen Offizieren und mehreren Schweizer Begleitern zur Besichtigung einer militärische Anlage auf den Gotthard geflogen.Kurz nachdem die Passagiere den Helikopter verlassen hatten, kam es zum Absturz. Der Helikopter hatte ein Stromkabel berührt. Die beiden Piloten kamen bei dem Absturz ums Leben. Der mitfliegende Loadmaster überlebte den Unfall verletzt.

(Quelle:sda)