Viola Amherd klar als neue Bundesrätin gewählt

Die Bundesversammlung wählte die CVP-Kandidatin im 1. Wahlgang

Die Walliser Nationalrätin Viola Amherd ist neue Bundesrätin. Sie wurde mit 148 Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Heidi Z'graggen blieb mit nur 60 Stimmen chancenlos.

Die neue CVP-Bundesrätin heisst Viola Amherd. Die Vereinigte Bundesversammlung hat die 56-jährige Walliser Nationalrätin und Anwältin mit 148 von 240 Stimmen als Nachfolgerin von Doris Leuthard gewählt. Amherd erreichte bereits im ersten Wahlgang das absolute Mehr. 

Die 56-jährige Amherd hatte ihre politische Karriere 1992 bei der Oberwalliser CVP gestartet. Die Juristin schaffte die Wahl in den Gemeinderat von Brig. Vier Jahre später wurde sie Vizepräsidentin der Stadt und 2000 Stadtpräsidentin. Dieses Amt bekleidete Amherd zwölf Jahre lang. 2005 erbte sie den Sitz von Jean-Michel Cina im Nationalrat. Dort hat sich die CVP-Vizefraktionschefin als stille Schafferin einen Namen gemacht. Mit zahlreichen Mandaten in Bahn-, Energie- und Infrastrukturunternehmen ist die Anwältin und Notarin auch bestens in der Wirtschaft verankert.

Urnerin Heidi Z'graggen nur 60 Stimmen

An zweiter Stelle lag die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen mit lediglich 60 Stimmen. Vor allem bei der Rechten holte Z'graggen Punkte. Am Wahltag wurde sie dann aber von der politischen Mechanik des Parlamentsbetriebs eingeholt. Z'graggen mochte in den Hearings Eindruck gemacht haben. Ihre Stimme gaben die Mitglieder von National- und Ständerat dann aber doch Viola Amherd, die seit über 13 Jahren im Bundeshaus ein- und ausgeht. CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister erhielt 17 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 121 Stimmen. Verschiedene Personen erhielten 15 Stimmen.

(Quelle: sda)

Nachfolgend ein paar weitere Reaktionen zu den Bundesratswahlen - auch von Zentralschweizer Politikern.

Audiofiles

  1. Gewählt ist: Viola Amherd. Audio: Yanik Probst / Boris Macek
  2. Erste Ansprache von Viola Amherd. Audio: Yanik Probst / Boris Macek
  3. Ansprache Viola Amherd 2. Audio: Yanik Probst / Boris Macek