50+ sollen sich bei Jobdiskriminierung wehren können

Verbände fordern rechtliche Möglichkeiten für Arbeitnehmer

Bei Altersdiskriminierung sollen sich ältere Arbeitenehmer rechtlich wehren können.

Das Alter wird zunehmend zum Handicap im Arbeitsmarkt. Eine neue Volksinitiative soll Klagen wegen Altersdiskriminierung ermöglichen. Über 50-Jährige gelten auf dem Arbeitsmarkt oft als zu teuere Alternative.

Immer wieder stösst man auf Stelleninserate mit Altersbeschränkung und manche Firmen sortieren Online-Bewerber mit einem Altersfilter aus. Dagegen will Heidi Joos, Geschäftsführerin von Avenir 50 plus, nun vorgehen: «Die altersbezogene Diskriminierung muss einklagbar sein, damit sich die Denkhaltung bei den Unternehmen verändert.» Zusammen mit dem Schweizerischen Seniorenverband will sie demnächst eine entsprechende Volksinitiative lancieren, wie die „NZZ am Sonntag“ berichtet. Die Chancen für die neue Initiative stehen gut. Bei den Gewerkschaften erhält sie breite Unterstützung. «Altersdiskriminierung ist eine Realität», sagt Corrado Pardini, Geschäftsleitungsmitglied der Gewerkschaft Unia. Diese gesetzlich zu verbieten, koste nichts und sei eine Massnahme mit Signalwirkung. 

Ähnlich klingt es bei den Arbeitnehmerorganisationen Angestellte Schweiz und Travail Suisse. Im Wesentlichen geht es bei der geplanten Verfassungsbestimmung darum, dass Arbeitnehmer ein Unternehmen einklagen können, wenn ihnen verdachtsweise aus altersbezogenen Gründen gekündigt wurde oder sie bei der Stellenbewerbung nicht berücksichtigt wurden. Ähnlich funktioniert das heute bei der Gleichstellung für Mann und Frau.