Hackerangriff auf Wasserversorgung von Ebikon

Mehrere tausend Mal griffen Hacker aus London und Korea das System an

Hacker aus Korea und London haben im November das IT-System der Wasserversorgung der Gemeinde Ebikon angegriffen. Das System, das im letzten Herbst installiert wurde, konnte die Attacken abwehren. 

Hacker aus London und Korea haben im November die Gemeinde Ebikon angegriffen. Wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt, war das System der Wasserversorgung betroffen. Mehrere tausend Mal sei die Software von bösartigen Anfragen aus London und Korea angegriffen worden. Der Systembetreiber habe aber die Angriffe sofort registriert und der Gemeinde melden können. 

System steuert Pumpen und überwacht Reservoire

Es habe sich um Eindringungsversuche ins Netzwerk gehandelt, das etwa Pumpen steuere, Reservoire überwache und bei Wasserdiebstahl Alarm schlage. Dank einer sehr guten Verschlüsselung hätten die Angreifer aber keinen Erfolg gehabt. Der Systembetreiber habe die IP-Adressen der Hacker zurückverfolgen und so den Ursprungsort ermitteln können. 

Wasserversorgung in Ebikon auf neustem technischen Stand

Bei der autonomen Betriebssteuerung handle es sich um das neuste Betriebssystem in Europa. Wäre trotz der Sicherheit ein Hacker erfolgreich, so könnten die Betreiber das System herunterfahren und die Anlagen manuell bedienen. Ebikon versorgt 26'500 Personen mit Wasser. Angeschlossen sind weitere Gemeinden, etwa Adligenswil, Buchrain oder Dierikon. Zudem liefert Ebikon Notwasser nach Root.

Quelle: sda

Audiofiles

  1. Hackerangriff auf Wasserversorgung Ebikon. Audio: Philipp Breit