Kanton Schwyz erhöht Pflegebetten-Zahl bis 2040

Mit den jetzigen Betten ist der Bedarf noch für acht Jahre gedeckt

Die Zahl der im Kanton Schwyz lebenden Menschen dürfte sich bis ins Jahr 2040 gegenüber heute verdoppeln. Es wird dann aber nicht nur mehr Seniorinnen und Senioren geben, sondern auch der Trend der ambulanten Pflege wird die stationäre Pflege noch mehr beeinflussen. Deshalb hat die Regierung ihre Bedarfsplanung für die Langzeitpflege überarbeitet.

Der Schwyzer Regierungsrat hat heute bekannt gegeben, wie man im Kanton Schwyz mit der demografischen Entwicklung im Bereich der Pflege in den kommenden Jahren angehen will. Prognosen zeigen, dass in Schwyz im Jahr 2040 gut zweieinhalb Mal soviele Menschen im Alter 80+ leben werden, wie noch heute.

Gleichzeitig zeigt der Trend, dass diese alternde Bevölkerung immer länger zu Hause wohnen bleibt und damit der ambulante Bereich der Pflege künftig noch wichtiger sein wird. Trotz der steigenden Anzahl Betagter kommt der Kanton Schwyz nun zur Folge, dass deshalb in Zukunft anteilsmässig weniger Pflegebetten benötigt werden.

Bandbreite für den Bedarf stationärer Pflegebetten

Für die Neuberechnung des Pflegebettenangebots hat der Kanton Schwyz nun dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) eine Studie in Auftrag gegeben. Und auf Basis dieser wird der Pflegebettenbedarf im Kanton Schwyz neu als Bandbreite mit Ober- und Untergrenze festgelegt. So haben die Gemeinden und Regionen künftig mehr Handlungsspielraum. Anfang 2017 verfügten die 29 Alters- und Pflegeheime im Kanton Schwyz über 1957 stationäre Plätze für Pflege und Betreuung. Resultate zeigen, dass der Bedarf damit für die nächsten acht Jahre gedeckt ist.

Für 2025 benötigt man im Kanton Schwyz in Anbetracht der Entwicklung nicht mehr als 1’993 Betten (Obergrenze). Diese Obergrenze steigt dann bis zum Jahr 2040 auf 3’117 Betten, die man maximal benötigen wird. Die Untergrenze geht davon aus, dass sich der Trend im ambulanten Bereich fortsetzt. Daher werden 2025 bloss mindestens 1’783 Betten benötigt, im Jahr 2040 sind es dann 2'429.

Daneben müssten Dienste und Infrastruktur für die alternde Bevölkerung gefördert werden, um bedarfsgerechte Langzeitpflege zu gewährleisten, schreibt der Kanton Schwyz in einer Mitteilung.