Mehr tödliche Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft

Bauernverband reagiert auf die starke Zunahme

42 Menschen starben 2018 bei Arbeitsunfällen in der Landwirtschaft. (Archivbild)

Mindestens 42 Personen sind bis Mitte Dezember im Jahr 2018 bei einem Arbeitsunfall in der Landwirtschaft ums Leben gekommen. Das sind 19 tödliche Arbeitsunfälle mehr als 2017. Der Bauernverband reagiert und setzt künftig eine Arbeitsgruppe ein.

Diese trifft sich erstmals im Januar 2019, wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) in seinem neusten Mediendienst schreibt. Sie will insbesondere Massnahmen vorschlagen, wie die Prävention verstärkt werden kann. Damit soll die Zahl der Unfälle in der Landwirtschaft gesenkt werden.

Über die Hälfte der tödlichen Arbeitsunfälle (57 Prozent) geschieht im Umgang mit Maschinen und Fahrzeugen. Dies zeigt eine langjährige Auswertung der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL). Seit 1996 sind knapp 1000 Personen bei einem Arbeitsunfall in der Landwirtschaft gestorben. Weil keine Meldepflicht besteht, ist davon auszugehen, dass die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle in der Landwirtschaft höher ist.

Kampagne für Sicherheitsgurte

Die BUL will im nächsten Jahr die Landwirte mit einer Kampagne dazu ermahnen, vermehrt Sicherheitsgurte zu tragen. Viele Bauern gehen laut der BUL irrtümlicherweise davon aus, dass es besser ist, sich nicht anzugurten, um gegebenenfalls rechtzeitig vom Fahrzeug abspringen zu können.

Seit diesem Jahr müssen neue Traktoren mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sein. Anschnallen muss man sich von Gesetzes wegen aber nur auf der Strasse und erst ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h. 

(Quelle sda)