Sozialhilfe: Weitere Kürzungen gefährden Existenz

Aktueller Grundbedarf ist schon sehr knapp bemessen

Verschiedene Schweizer Kantone spielen mit dem Gedanken, die Ausgaben in der Sozialhilfe zu senken. Dies führt zu politischen Diskussionen. Kürzungen beim Grundbedarf in der Sozialhilfe würden gemäss einer Studie nämlich die Existenzsicherung gefährden. Damit würden auch die Chancen auf eine Rückkehr der Betroffenen in den Arbeitsmarkt verschlechtert. 

Die Studie des Büros Bass "Berechnung und Beurteilung des Grundbedarfs in den Skos-Richtlinien" zeigt erstmals auf, welche Auswirkungen weitere Kürzungen in der Sozialhilfe hätten, wie die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) bekannt gab.

Demnach reiche bereits der aktuell geltende Grundbedarf nur knapp aus, um eine menschenwürdige Existenz zu sichern. Der Grundbedarf in der Sozialhilfe seit mit 986 Franken pro Person und Monat schon heute sher knapp bemessen.  

Nur noch fünf Franken pro Tag

Bei einer Kürzung des heutigen Grundbedarfs um acht Prozent stünden in einer vierköpfigen Familie pro Tag und Person noch sieben Franken für Lebensmittel und Genussmittel zur Verfügung, bei einer Kürzung um 30 Prozent sogar nur noch fünf Franken. 

Mehrere Kantone prüfen Kürzungen

Derzeit laufen in einigen Kantonen Bestrebungen, die heute schweizweit weitgehend harmonisierten Ansätze für den Grundbedarf in der Sozialhilfe zu senken. Wie viel Sozialhilfegelder in Zukunft ausbezahlt werden, darüber entscheiden die Kantone einzeln.

Quelle: sda