ESAF 2019: Das OK legt Wert auf Nachhaltigkeit

Unter anderem wird ein Depot für Glasflaschen eingeführt

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug soll möglichst nachhaltig und erstmals klimaneutral ausgetragen werden. Die Organisatoren wollen dazu etwa die Abfallmenge mit einem Depotkonzept minimieren. 

Die Vision sei es, nicht nur ein "stimmungsvolles und sportlich einmaliges" Schwingfest zu organisieren. Dies teilte das OK heute vor den Medien mit. Der grösste Sportanlass der Schweiz, der vom 23. bis am 25. August in Zug stattfindet, soll auch wirtschaftlich und ökologisch erfolgreich sein. Zu diesem Zweck soll der ökologische Fussabdruck des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (Esaf) zum ersten Mal berechnet werden. Anschliessend plant das Organisationskomitee, die Menge des ausgestossenen CO2 zu kompensieren.

Depotbecher und weniger Give-aways

Fürs Esaf wurde eine Nachhaltigkeitsstrategie mit "klaren Zielen" entwickelt, wie OK-Präsident und Regierungsrat Heinz Tännler laut Mitteilung am Montag vor den Medien sagte. Angestrebt würden "ein ausgeglichenes Budget, Wertschöpfung in der Region, eine zufriedene Zuger Bevölkerung, glückliche Besucherinnen und Besucher sowie ein
sorgsamer Umgang mit der Umwelt", so Tännler. "Mit der Nachhaltigkeitsstrategie wird Zug seine Stärken unter Beweis stellen."

Die Abfallmenge wollen die Organisatoren mit Depotbechern und Depotflaschen verkleinern, anfallender Abfall soll wenn möglich recycelt werden, beispielsweise auch das Sägemehl. Zudem wird es keinen umfassenden Festführer mehr geben, sondern einen Minifestführer und Pocketplaner. Damit können laut Angaben der Organisatoren rund 18
Tonnen Papier eingespart werden. Sponsoren hätten sich zudem verpflichtet, auf ein flächendeckendes Sampling zu verzichten, also weniger Produktproben und Give-aways abzugeben. Ausserdem werden sich Sponsoren an den Entsorgungskosten der Samples beteiligen.

Urbane Umgebung bringt Vorteile

Ein Vorteil des Austragungsorts mitten in der Stadt Zug ist laut den Organisatoren zudem, dass sie bestehende Infrastrukturen nutzen können. So wird etwa die Bossard Arena als VIP-Bereich dienen oder die Aula des Schulhauses Herti als Mediencenter. Andererseits könnten sich Anwohner durch die Festmeile gestört fühlen. Darauf wollen die Organisatoren ein "besonderes Augenmerk" legen.

Zum Esaf, das alle drei Jahre stattfindet, werden rund 300'000 Besucher erwartet. An dem Sport- und Volksfest machen rund 280 Schwinger jeweils den Schwingerkönig unter sich aus. Zudem werden Steinstosswettkämpfe ausgetragen. 

(Quelle: sda)

Audiofiles

  1. ESAF in Zug soll klima-neutral ausgetragen werden. Audio: Fabian Kreienbühl / Sophie Müller