LKW-Kabine zu gemütlichem Stübli umgebaut

Der Chauffeur durfte wegen gravierenden Mängeln nicht mehr weiterfahren

Die Sicht durch die Frontscheibe war dem Chauffeur wegen einigen Accessoires eingeschränkt. Und auch das Sichtfeld durch die Seitenscheiben war wegen Vorhängen ungenügend. Insgesamt fünf Bremsscheiben wiesen Risse auf, die hintere Achse des Sattelschleppers hatte gar keine Bremswirkung mehr.

Die Luzerner Polizei kontrollierte am Freitag einen LKW, den sie wegen derart gravierenden Sicherheitsmängel gleich aus dem Verkehr ziehen mussten. Der Chauffeur durfte mit seinem Fahrzeug nicht mehr weiterfahren. Zudem musste er eine Gelddeposition hinterlegen.

Vorhänge an den Seitenscheiben, diverse Accessoires bei der Frontscheibe und zudem noch ungenügende Bremsen. Die Luzerner Polizei kontrollierte letzten Freitagmittag einen LKW mit gravierenden Mängeln. Die Fahrzeugkombination mit portugiesischen Kontrollschildern war auf der Autobahn A2 Richtung Norden unterwegs zurück nach Portugal, nachdem es in Zürich mit acht Tonnen Material beladen wurde.

Der Patrouille fiel das Fahrzeug in Emmenbrücke jedoch auf und bei einer genaueren Kontrolle stellte man bei fünf Bremsscheiben Risse fest (die hintere Achse des LKW hatte gar keine Bremswirkung mehr), das Sichtfeld war zudem durch diverse Gegenstände an Front- und Seitenscheiben eingeschränkt und die gesamte Kombination war sogar noch höher als erlaubt.

Sobald die Mängel behoben wurden, darf der portugiesische Chauffeur wieder weiterfahren, schreibt die Luzerner Polizei am Montag in einer Mitteilung. Weiter musste der Chauffeur eine Deposition von mehreren hundert Franken hinterlegen. Er wird der Staatsanwaltschaft verzeigt.