Accenture muss 200 Mio. Steuern nachzahlen

Das Beratungsunternehmen wollte bei Steuern tricksen

Schweizer Banknoten (Symbolbild)

Die Schweiz erhält eine Rekordsumme an Nachsteuern. Das internationale Beratungsunternehmen Accenture muss 200 Millionen Franken Steuern nachbezahlen, wie der "Tagesanzeiger" berichtet. Der Konzern mit weltweit fast einer halben Million Angestellten soll geistiges Eigentum aus der Schweiz nach Irland verschoben haben.

Ausgebrochen war der Streit zwischen Accenture und der Schweiz aufgrund der sogenannten Luxembourg Leaks, bei dem verschiedenen Journalisten geheime Steuerdokumente zugespielt worden waren. Zu Beginn des Streits stand sogar eine Steuerforderung der Schweiz von 2,4 Milliarden Franken im Raum.

Der Beratungskonzern hatte im Sommer 2010 sein geistiges Eigentum - beispielsweise wertvolle Software-Patente - aus Schaffhausen nach Irland verschoben. In der Schweiz hatte Accenture dieses Eigentum mit 1,2 Milliarden Dollar bewertet. Kurz darauf in Irland betrug der Wert 7 Milliarden. Aufgrund dieser grossen Differenz kam es zu den Ermittlungen.

Laut dem "Tagesanzeiger" sorgte der Fall in Bern über die Eidgenössische Steuerverwaltung hinaus für Unruhe, selbst Finanzminister Ueli Maurer (SVP) war involviert. Er habe die Ermittlungen gegen Accenture erlaubt.