SVP Schweiz startet in den Wahlkampf

Die Partei zeigt sich trotz anderer Prognosen optimistisch

Mit fast 30 Prozent ist die SVP die wählerstärkste Partei der Schweiz. Ein Wahlbarometer zeigt aber: Die SVP dürfte vermutlich 2.4 Prozent ihrer Wählerinnen und Wähler verlieren. Am Freitag hat die SVP Schweiz in Bern den Wahlkampf lanciert. 

Auf dem Parkplatz einer Dorfbäckerei hat die SVP Schweiz am Freitag in Aarwangen BE ihren Auftakt für die nationalen Wahlen im Herbst lanciert. Die Partei will gemäss Präsident Albert Rösti ihre 65 Sitze im Nationalrat halten. Im Ständerat möchte die SVP die Zahl ihrer Sitze um mindestens einen auf sechs erhöhen, wie der Berner Nationalrat Rösti sagte. Man wolle mit einem Wähleranteil von mindestens 29,4 Prozent mit Abstand stärkste Kraft bleiben.

Botschafter sollen zum Wählen motivieren

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die SVP - wie andere Bundesratsparteien - auf einen persönlichen Kontakt zur Wählerschaft. Das Ziel sei, die 740'000 SVP-Wählenden von 2015 zu mobilisieren, sagte die Baselbieter Nationalrätin Sandra Sollberger vom Wahlkampfteam. Mit mehr als 1'000 Wahlbotschaftern wolle man vor allem in den Agglomerationen einen Haustür-Wahlkampf machen. Die Botschafter sollten Bekannte und Freunde zum Wählen motivieren. Viele hätten wegen der Nichtumsetzung der vom Volk angenommenen Masseneinwanderungsintiative resigniert, hielt Sollberger fest.

"Frei und sicher - ich will's, ich wähl's"

Der SVP-Slogan für die nationalen Wahlen vom 20. Oktober lautet: "Frei und sicher - ich will's, ich wähl's." Inhaltlich setzt die Partei auf ihre bisherigen politischen Themen: auf die Steuerung und Kontrolle der Zuwanderung, auf die Entlastung des arbeitenden Mittelstandes und gegen eine institutionelle Anbindung an die EU.

Quelle: sda