Aus Liebe zu den Schweizer Bergen

Eine Kenianerin leistet Freiwilligenarbeit in Kernser Kloster

Kroatien ist gut zum Segeln, Frankreich zum Muscheln essen und Spanien zum Weintrinken. Jedes Land ist für seine speziellen Eigenheiten bekannt. So auch die Schweiz. Die Kenianerin Christine Okara ist am meisten von den Schweizer Bergen und Seen fasziniert.

Seit sechs Monaten arbeitet die 27-Jährige freiwillig im Gästehaus Kloster Bethanien in Kerns. Als Volontärin putzt sie die Gästezimmer, serviert im Restaurant oder übersetzt die Webseite des Klosters auf Englisch. Nebenbei möchte sie Schweizerdeutsch lernen, wobei dies eher schwierig sei. Deshalb spricht sie mit den meisten Angestellten Hochdeutsch.

Die Pünktlichkeit der Schweizer

Einer der grössten Unterschiede zwischen ihrem Heimatland Kenia und der Schweiz sei die Pünktlichkeit. "In Nairobi haben wir ein anderes Transportsystem. Es gibt viel Stau und man kommt öfter zu spät. In der Schweiz ist Zuspätkommen sehr unhöflich, in Kenia ist Unpünktlichkeit normaler", sagt Christine Okara. An der Schweiz mag sie neben den Bergen und Seen auch die Leute: "Die Schweizer sind sehr freundlich und helfen mir weiter, wenn ich Fragen habe."

Sauerkraut zum Mittagessen

Im Gästehaus gibt es zum Mittagessen Sauerkraut, eine Speise die Christine Okara gar nicht liegt. Auch beim Käse zeigt sich die Kenianerin eher verhalten. Dafür mag sie die Schweizer Schokolade.

Freiwilligen-Austausch mit ICYE

Die Non-Profit Organisation ICYE (International Cultural Youth Exchange) bietet jungen und junggebliebenen Menschen ab 18 Jahren die Möglichkeit als Freiwillige in eine andere Kultur einzutauchen. Während dem Sozialeinsatz leben sie in einer einheimischen Gastfamilie und leisten Volontärarbeit in einem sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekt. Gleichzeitig lernen sie eine neue Sprache und eignen sich wichtige interkulturelle Kompetenzen an.