Betroffene im Ku-Klux-Klan-Fall ausfindig gemacht

Die Schwyzer Kantonspolizei hat die Männer einvernommen

Die Kantonspolizei Schwyz hat alle Beteiligten im Ku-Klux-Klan Fall einvernommen. Die Polizei habe alle 12 Beteiligten ermittelt und sei diese nun am befragen.

Der Vorfall geschah am Montagabend, 04. März 2019 an der Fasnacht in Schwyz. Eine Gruppe von 12 Personen tritt als Ku-Klux-Klan verkleidet auf, in den Händen halten sie Fackeln. Da es sich beim Ku-Klux-Klan um eine rechtsextreme Gruppierung aus den USA handelt wurde gemunkelt, ob die Betroffenen im Fall in Schwyz ebenfalls eine Verbindung zur rechtsextremen Szene haben. Wie die Kantonspolizei Schwyz mitteilt habe man alle 12 Beteiligten mittlerweile ermitteln und befragen können. Es handelt sich um Schweizer Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Sie sind im Bezirk Schwyz wohnhaft und sind im Bereich Rechtsextremismus bei der Polizei nicht verzeichnet.

Die Ermittlungen der Kantonspolizei Schwyz werden nun noch weitergehen. Sobald diese abgeschlossen sind, werde die Polizei den Auftritt der Gruppe zuhanden der Staatsanwaltschaft Innerschwyz rapportieren.

Die rassistische Gruppe verbreitete in den USA Angst und Schrecken

Der rassistische Ku-Klux-Klan wurde in seiner ursprünglichen Form 1865 im US-Bundesstaat Tennessee gegründet. Mit Morden an Afroamerikanern und Attentaten auf Politiker kämpfte der Geheimbund gegen die Abschaffung der Sklaverei. Bei nächtlichen Überfällen trugen Mitglieder weisse Kutten mit Kapuzen und verbreiteten mit brennenden Kreuzen Angst und Schrecken. Seit den 1990er Jahren greift der Klan gezielt schwarze Kirchengemeinden an. Nach Schätzungen zählt der Ku-Klux-Klan in den USA heute bis zu 8000 Mitglieder in mehreren unabhängigen Gruppen, die unter seinem Namen auftreten. Sie knüpften Kontakte zu Rechtsextremisten im Ausland.