CVP Luzern reicht Privatpflege-Initiative ein

Wer privat Hilfsbedürftige pflegt soll weniger Steuern bezahlen müssen

Wer privat Hilfsbedürftige pflegt, soll weniger Steuern bezahlen müssen. Dies fordert die CVP des Kantons Luzern mit ihrer Privatpflege-Initiative, welche sie am Freitag eingereicht hat. Pflege- und Betreuungsbedürftige sollen dadurch länger privat betreut werden können und die Pflegenden die entsprechende Anerkennung erhalten.

Wer freiwillig und unentgeltlich Hilfsbedürftige pflegt und betreut, soll mit einer tieferen Steuerrechnung entschädigt werden. Die CVP des Kantons Luzern hat am Freitag eine Volksinitiative mit 5000 Unterschriften eingereicht, die einen Abzug von 5000 Franken vom steuerbaren Einkommen verlangt.

Länger privat betreut werden

Die CVP rechnet damit, dass dank diesem neuen Steuerabzug Pflege- und Betreuungsbedürftige länger in privater Obhut verbringen können und der öffentlichen Hand damit Ausgaben erspart bleiben. Die Initiative sei gesamtwirtschaftlich kostendeckend, teilte die Partei mit.

Aufwand entscheidet über Abzug

Einfache Handreichungen wie etwa Einkaufen gehen, sollen nicht zum Abzug berechtigen. Wesentlich sei, dass erbrachte Leistungen mit einem bewusst und freiwillig in Kauf genommenen höheren Zeit- und Koordinationsaufwand einhergehen würden, erklärte die Partei. Nach Angaben der CVP pflegen und betreuen in der Schweiz Private während jährlich 80 Millionen Stunden andere Menschen, was einem Gegenwert von 3,7 Milliarden Franken entspreche.

Quelle: sda

Wer privat Hilfsbedürftige pflegt, soll mit tieferen Steuern entschädigt werden (Symbolbild).