Migros Luzern ist 2018 gewachsen

Höhere Marktanteile, Umsatz und Gewinn für die Detailhändlerin

Regionale Produkte sind im Trend. Dies merkt auch die Migros, welche mit ihrem Label "Aus der Region für die Region" schon das 20-Jahr-Jubiläum feiert. Die Genossenschaft Migros Luzern machte im vergangenen Jahr mehr Gewinn und Umsatz. Ausserdem konnte die Detailhändlerin ihre Marktanteile ausbauen. Zu den Herausforderungen zählten das schöne Wetter und die Konkurrenz aus dem Internet. 

Der Nettoverkaufsumsatz der Genossenschaft Migros Luzern stieg 2018 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 1,46 Milliarden Franken. Der Gewinn nahm um 3,4 Prozent auf rund 49 Millionen Franken zu. Mit dem erzielten Gewinn sei die Migros "happy", sagte Finanzchef Bruno Bieri am Dienstag im Migros-Hauptsitz in Dierikon. Als Genossenschaft wolle die Migros keinen maximalen Gewinn. Ihr Ziel sei vielmehr das Preis-Leistungsverhältnis.

Umsatzsteigerung im Detailhandel

Gemäss Bieri konnte die Migros Luzern ihre Marktanteile zum achten Mal in Folge steigern. Im gesamten Detailhandel stieg der Umsatz der Genossenschaft um 2,7 Prozent auf 1,23 Milliarden Franken. Der schweizerische Detailhandelsumsatz stagnierte dagegen und legte nur um 0,3 Prozent zu. Die eine Hälfte des Wachstums war organisch, die andere entfiel auf neue Filialen, etwa in der Mall of Switzerland.

20 Jahre "Regio-Label"

Mit für die Umsatzsteigerung im Detailhandel verantwortlich ist auch der Trend zu regionalen Produkten. Dieses Jahr feiert die Migros das 20-jährige Jubiläum des Labels "Aus der Region für die Region". Angefangen wurde damit bei der Genossenschaft Migros Luzern. Dann wurde das Label nach und nach auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zur Genossenschaft Migros Luzern zählen heute 1'000 Produzenten aus der gesamten Zentralschweiz. 

Konkurrenz bei den Fachmärkten

In den Super- und Verbrauchermärkten betrug das Umsatzwachstum 2,8 Prozent, bei den Fachmärkten und Outlets 1,9 Prozent. Zum Wachstum bei den Fachmärkten beigetragen hat, dass Migros Luzern die Interio-Filiale im Wohncenter Emmen übernahm. Diese 1,9 Prozent täuschten darüber hinweg, dass die Situation bei den Fachmärkten schwierig sei, unter anderem wegen Online- und Auslandseinkäufen, sagte Felix Meyer, Geschäftsleiter von Migros Luzern. 

Heisser Sommer trübt Bilanz

Neben dem Detailhandel sind die restlichen Sparten umsatzmässig klein. Die Gastronomie (46,0 Millionen Franken) und das Freizeit- und Fitness-Angebot (35,0 Millionen Franken) erwirtschafteten 2018 kleinere Nettoerlöse als im Jahr zuvor. Die Migros führt dies auf den heissen Sommer zurück. Die Leute seien den Einkaufscentern, den Fitnessstudios und den Golfplätzen ferngeblieben.

Gratis-Angebote im Internet

Rückläufig war auch der Umsatz in der Sparte Bildung und Kultur (15,9 Millionen Franken). Grösste Konkurrenz der Migros Klubschulen sind die Gratis-Angebote im Internet. "Wissen ist heute gratis", sagte Klubschul-Leiter Roman Ziegler. Sein Gegenrezept ist es, die Klubschule auch als Klub zu vermarkten, in dem sich Leute treffen.

Quelle: SDA