David Coulthard "jagt" Läufer in Zug

F1-Legende fährt Catcher Car beim "Wings for Life World Run" am 5. Mai 2019

David Coulthard WFLWR in Zug 2018 WFLWR in Zug 2018

Der Wings For Life World Run wartet am Sonntag, 5. Mai 2019 in Zug mit einer Formel 1-Legende auf. David Coulthard ist als neuer Botschafter dabei und steuert den Catcher Car. Er fährt 30 Minuten nach dem Start hinter dem Feld her. Wer überholt wird, beendet das Rennen.

Das Konzept des "Wings for Life World Run" ist einzigartig: Es ist der erste Lauf, bei dem weltweit zeitgleich gestartet wird. Eine Ziellinie gibt es bei den Läufen nicht, stattdessen ein Catcher Car. Das Motto lautet dabei: Wir laufen für alle, die nicht laufen können. Dabei spielt die Fitness keine Rolle. Vom Anfänger bis zur Wettkämpferin und vom Rollstuhlfahrer bis zur Power-Walkerin sind alle willkommen. Hundert Prozent aller Startgelder fliessen über die Stiftung Wings for Life in Forschungsprojekte, die nur ein Ziel kennen: Eines Tages muss Querschnittslähmung heilbar sein.

David Coulthard im Catcher Car – Marco Odermatt als Boschafter

David Coulthard, der ehemalige F1-Rennfahrer, unterstützt den Wings for Life World Run seit längerem. Dieses Jahr ist die britische Motorsportlegende erstmals in der Schweiz auf Verfolgungsjagd. «Ich liebe die Ironie dabei. Mein ganzes Leben habe ich damit verbracht, das Gaspedal durchzudrücken – nun werde ich mit bescheidenen 15 km/h in Zug unterwegs sein.» Als Botschafter mit am Start ist dieses Jahr zum ersten Mal auch das junge Schweizer Skitalent Marco Odermatt: «Ich finde es super, dass es mit dem Wings for Life World Run einen Anlass gibt, bei dem alle mitmachen, Spass haben und sich gleichzeitig für einen guten Zweck engagieren können.»

Daniela Ryf und Manuela Schär aus Überzeugung dabei

Auch Daniela Ryf und Manuela Schär setzen sich aus Überzeugung ein. Letztere ist seit einem Unfall auf dem Kinderspielplatz in ihrem achten Lebensjahr Paraplegikerin und hat sich in der Sportwelt mit Professionalität und Einsatz einen Namen gemacht. «Ich hoffe, möglichst viele Menschen animieren zu können, teilzunehmen. Es liegt mir am Herzen, dass über das Thema gesprochen und die Forschung vorangetrieben wird. Ich bin überzeugt, dass Querschnittslähmung eines Tages geheilt werden kann. Ich werde davon nicht mehr profitieren können - aber ganz viele andere. »

Audiofiles

  1. Wings For Life World Run: Grussbotschaft von Marco Odermatt. Audio: Thomas Zesiger

Um Haaresbreite verpasste die beste Läuferin in der Schweiz den globalen Sieg

Letztes Jahr versäumte Nikolina Šustić (CRO) in Zug knapp den Female Global Win, holte sich aber mit 58.73 km den Schweizer Sieg am Wings for Life World Run. Nur 50 Meter lagen zwischen der globalen Siegerin Vera Nunes (POR) in München und der Läuferin in der Schweiz. Niklas Sjöblom (SWE) kam in der Schweiz mit 70.10 km am weitesten. Den globalen Sieg holte sich Aron Anderson (SWE) in Florida mit 88.9 km zum zweiten Mal in Folge – und dies im Rollstuhl!

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