Titlis spricht erstmals von "Overtourism"

Zu viele Gäste aus Luzern wollen auf den Titlis

Die Titlis-Bergbahnen sehen zu viele Touristen als neues Risiko. Wie die «Handelszeitung» berichtet, wird im aktuellen Geschäftsbericht neben dem Gletscherschwund auch das Thema «Overtourism» genannt. 

Nicht nur das Schmelzen der Gletscher macht den Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis zu schaffen. Erstmals nehmen sie den Begriff des «Overtourism» in ihren Risikobeurteilungsprozess auf. An Spitzentagen komme es vor, dass schlicht zu viele Menschen auf dem Titlis sind, sagt Norbert Patt, der Geschäftsführer der Titlis-Bergbahnen. Wenn Reisegruppen aus Indien oder China, sowie Wintersportler aufeinandertreffen, könne das Bergerlebnis aller darunter leiden. Gegen diesen "Übertourismus" soll daher etwas gemacht werden. 

Lösung für den Overtourismus

«Wir möchten unser Gästeaufkommen mehr über das ganze Jahr verteilen», sagt Patt. Ausserdem habe man die Betriebszeiten im Sommer um eine Stunde verlängert. So und mit weiteren Massnahmen wolle man verhindern, dass die grossen Touristenströme der Bevölkerung plötzlich nicht mehr willkommen sind. Die Einheimischen würden reklamieren. Schlussendlich sei aber ein guter Mix die Lösung, so Patt. 

Titlis-Bergbahnen fühlen sich bedroht vom Luzerner Overtourism.

Audiofiles

  1. Titlis spricht erstmals von "Overtourism". Audio: Selina Linder / Caspar Van de Ven