Verurteilt wegen eines Fouls im Amateur-Fussball

Das Bundesgericht bestätigt Urteil der Vorinstanz

In Lausanne hat das Bundesgericht einen Amateur-Fussballer wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung verurteilt. Das nachdem der Fussballer einem Gegenspieler bei einem gefährlichen Tackling den Knöchel gebrochen hatte.

Der Verurteilte hatte während eines Spiels auf dem Sportplatz Guintzet in Freiburg zwischen dem FC Richemont und dem FC Düdingen im Mai 2016 mit gestrecktem Bein den Knöchel eines Gegners getroffen. Dies geht aus einem am Freitag, 22. März, veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts hervor. Das Foul wurde durch den Schiedsrichter mit einer gelben Karte geahndet.

Anzeige erstattet

Der Verletzte erstattete Anzeige gegen den Kontrahenten. Das Obergericht Freiburg bestätigte vergangenen November die bedingte Strafe von 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Die Beschwerde des Verurteilten hat das Bundesgericht abgewiesen. Es hält fest, dass grundsätzlich davon auszugehen sei, dass Fussballer das ihrem Sport anhaftende Risiko stillschweigend akzeptierten.

Keine Bundesrechtsverletzung

Das Akzeptieren des üblichen Verletzungsrisikos bedeute nicht, dass ein Spieler auch in ein solch gefährliches Spiel einwillige. Die Qualifikation als fahrlässige einfache Körperverletzung verletze damit kein Bundesrecht, führt das Bundesgericht aus. Nicht entscheidend für die rechtliche Beurteilung der Gefährlichkeit ist, ob ein Tackling mit einer gelben oder roten Karte geahndet wurde, schreibt das Gericht weiter.

(Quelle: sda)

Amateur-Fussballer wird verurteilt

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  1. Verurteilt wegen eines Fouls im Amateur-Fussball. Audio: Philipp Breit / Carla Keller