LU: Parlament kritisiert Wakeboard-Pläne

Der geplante künstliche See in Ettiswil stösst auf wenig Begeisterung

Wakeboard-Anlage (Symbolbild)

Die geplante Wakeboard-Anlage in Ettiswil ist gestern im Luzerner Kantonsparlament kritisiert worden. Für das Projekt mit dem künstlichen See werde wertvolles Landwirtschaftsland verschwendet. Das fast 30'000 Quadratmeter grosse Becken darf nur mit Niederschlags-Wasser gespeist werden. Grundwasser oder Wasser aus Bächen ist verboten.

Die Grünen hatten der Regierung diverse Fragen zum Projekt gestellt, deshalb diskutierte das Parlament über die Pläne. Andreas Hofer von den Grünen verwies auf den riesigen Wasserbedarf für das künstliche Becken. Vor allem wenn im Sommer das Wasser verdunste, habe man innert kürzester Zeit einen Algendeckel. Darin sei dann das Wakeboarden kaum noch attraktiv.

Jost Troxler von der SVP und selber Landwirt störte sich am Verbrauch riesiger Flächen Landwirtschaftsland: "Für mich persönlich grenzt das an Wahnsinn. Auf dieser Fläche von sieben Hektaren könnte man Grünfutter für rund 20 Kühe produzieren, das gäbe rund 140'000 Liter beste Schweizer Milch."

Ob das Projekt je realisiert werden kann, ist laut der Regierung noch offen.

Audiofiles

  1. Wakeboard-See in Ettiswil - Luzerner Kantonsparlament. Audio: Urs Schlatter