Kein vollständiger Prämienabzug bei Steuern

Luzerner SVP musste für ihre Idee viel Kritik einstecken

Der Luzerner Kantonsratssaal

Die Krankenkassen-Prämien vollständig von den Steuern abziehen und so die Prämienzahler entlasten – dies hatte die SVP Luzern mit einem Vorstoss verlangt. Im Kantonsparlament war diese Idee jedoch chancenlos. Dem Kanton und den Gemeinden würden so jährlich 118 Millionen Franken Steuereinnahmen fehlen.

Die SVP musste Kritik von allen Seiten einstecken. Vor allem würden auf Grund der Steuerprogression nicht die mittleren Einkommen profitieren, sondern vor allem jene Personen mit hohen Einkommen, hiess es von den anderen Parteien.

Auch sei es der falsche Weg, um die hohen Krankenkassen-Prämien den Griff zu bekommen, so Michèle Graber von den Grünliberalen: „Die Ursache sind die steigenden Gesundheitskosten. Und diese kriegt man nicht in den Griff, wenn man die Prämien vollständig von den Steuern abziehen kann.“

Zudem würde ein solcher Steuerabzug den Anreiz verfehlen, kostengünstige Prämienmodelle zu wählen. Hans Lipp von der CVP: „Teure Krankenkassen und tiefe Franchisen würden sogar noch unterstützt.“

Audiofiles

  1. Kein vollständiger Prämienabzug bei Steuern. Audio: Urs Schlatter, Radio Pilatus AG