Zehn Projekte gegen Radikalisierung und Extremismus

Ab Montag können erneut Gesuche beim Bund eingereicht werden

Der Bund unterstützt im laufenden Jahr Projekte gegen Radikalisierung und Extremismus.

Der Bund unterstützt im laufenden Jahr zehn Projekte gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus. Diese Projekte hat der Sicherheitsverbund Schweiz bewilligt, wie er am Freitag mitteilte. Ab Montag können erneut Gesuche eingereicht werden.

Der Sicherheitsverbund Schweiz hat zehn Projekte gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus bewilligt, teilte er am Freitag mit. Diese werden im laufenden Jahr vom Bund unterstützt. Gesuche können ab Montag eingereicht werden.

Im Rahmen des Aktionsplans gegen Radikalisierung kann der Bund Projekte von Kantonen, Gemeinden, Städten und der Zivilgesellschaft finanziell unterstützen. Das während fünf Jahren mit insgesamt fünf Millionen Franken. Auf die erste Ausschreibung im vergangenen Jahr gingen zahlreiche Gesuche ein.

Universität Luzern auch beteiligt

Unterstützt wird zum Beispiel eine Weiterbildung an der Universität Bern in religiöser Begleitung und Seelsorge, konzipiert für Muslime sowie Vertreterinnen und Vertreter anderer Religionen, die im Asylbereich oder im Gefängnis tätig sind. Zudem erhält die Universität Luzern Geld für die Studie "Salafismus in der deutschsprachigen Schweiz" und die Stadt Bern bekommt finanzielle Unterstützung für ein Projekt zur Sensibilisierung und Schulung von Schlüsselpersonen in Sportvereinen.

Ausgewiesener Erfolg

Berücksichtigt werden bei der Vergabe Kriterien wie der zu erwartende Multiplikationseffekt des Projekts und der Bezug auf die aktuelle Bedrohungslage. Ein weiteres Kriterium ist der ausgewiesene Erfolg in der Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und Extremismus. Weiter wird auf eine ausgewogene sprachregionale Verteilung geachtet, wie es in der Mitteilung heisst.

Aktionsplan gegen Terrorismus

Der Aktionsplan ist Teil der Strategie des Bundesrates gegen Terrorismus. Daneben sind Gesetzesänderungen geplant. Die Polizei soll zusätzliche Mittel erhalten, um ausserhalb von Strafverfahren gegen so genannte Gefährder vorgehen zu können. Die nächste Ausschreibung findet vom 1. April bis am 30. Juni statt. Die Informationen dazu sind der Webseite des Sicherheitsverbunds Schweiz zu entnehmen. Die Umsetzung des Impulsprogramms dauert noch bis Mitte 2023.

(Quelle: sda)