Schweizweiter Tag gegen Lärm

Was man im Strassenverkehr dagegen tun kann

Am Mittwoch, 24. April ist schweizweit der «Tag gegen Lärm». Er widmet sich dieses Jahr dem Thema «Strassenlärm». Das Amt für Umweltschutz hat aus diesem Grund seit ein paar Tagen an der Gotthardstrasse in Altdorf eine Lärmanzeige installiert. Es sensibilisiert damit für ein lärmarmes Verkehrsverhalten. Der Kanton Uri setzt sich schon seit vielen Jahren für einen besseren Schutz vor Strassenlärm ein.

Rund jede fünfte Person im Kanton Uri fühlt sich durch Autolärm gestört oder beeinträchtigt. Mit diesem Problem sind die Urnerinnen und Urner aber nicht allein: Schweizweit sehen die Zahlen ähnlich aus. Der Bund hat in der Lärmschutz-Verordnung festgelegt, dass die lauten Strassen lärmsaniert werden müssen. Der Kanton Uri nimmt sich seit etlichen Jahren dieser Aufgabe an. Mittlerweile konnte der Grossteil der Strassenlärmsanierungen abgeschlossen werden. Der Kanton Uri ist damit im schweizweiten Vergleich gut unterwegs.

Massnahmen zur Lärmminderung im Kanton Uri

Die bisherigen Strassenlärmsanierungen in Uri haben sich hauptsächlich auf den Einbau von Lärmschutzfenstern konzentriert. Damit können die Menschen im Innern von Gebäuden gut vor Lärm geschützt werden. Durch die technische Entwicklung sowie durch die neuere Rechtsprechung des Bundesgerichts rücken nun aber auch weitere Massnahmen zur Lärmminderung verstärkt in den Vordergrund. Künftig muss der Einbau von lärmarmen Belägen oder eine Senkung der Geschwindigkeit genauer geprüft werden. Diese Massnahmen sind aufwändiger oder beeinflussen den Verkehr stärker, dafür kann der Lärm bereits an der Quelle gesenkt werden. So schützt man nicht nur Gebäude, sondern auch die Menschen im Freien.

Hauptsiedlungsgebiete entlasten 

Der Kanton Uri setzt sich auch über Lärmsanierungen hinaus für weniger Strassenlärm ein. Die Umgestaltung des Verkehrssystems im Talboden steht kurz vor der Umsetzung. Hauptziel ist die Entlastung der dicht besiedelten Wohngebiete vom Durchgangsverkehr. Mit der geplanten West-Ost-Verbindung und den flankierenden Massnahmen soll eine markante Beruhigung und Entlastung der Dorfkerne erreicht werden. Das Verkehrsaufkommen auf den Strassen soll auch mit weiteren Massnahmen gesenkt werden, zum Beispiel mit dem geplanten Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Verdichtung des Busfahrplans oder der Stärkung und Förderung des Langsamverkehrs (Fussgänger und Velofahrende).

Eine bleibende, grosse Herausforderung

Es ist wichtig, dass die Bemühungen zum Schutz der Bevölkerung konsequent fortgeführt und umgesetzt werden. Denn die Entwicklung auf der Strasse zeigt ein ernüchterndes Bild: Der Strassenverkehr nimmt von Jahr zu Jahr weiter zu und die Autos werden breiter und schwerer und damit automatisch lauter. Der Schutz vor Strassenlärm wird daher noch auf lange Sicht eine grosse Herausforderung bleiben.

Jeder kann etwas gegen Strassenlärm machen

Neben den grossen Lärmsanierungsprojekten können jede Verkehrsteilnehmerin und jeder Verkehrsteilnehmer durch rücksichtsvolles Verhalten selber einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Lärmpegel des Strassenverkehrs zu senken.

Die wichtigsten Tipps für weniger Verkehrslärm:

- Eco Drive:

  • Starten ohne Gas zu geben
  • Im höchstmöglichen Gang mit wenig Gas fahren
  • Vorausschauend Fahren ohne unnötige brüske Brems- und Beschleunigungsmanöver
  • Verlangsamen durch Bremsen und nicht durch den Motor mit Zurückschalten
  • Motor auch bei kurzem Anhalten abschalten

- Beim Autokauf auch auf die Lärmwerte achten und lärmarme Reifen wählen

- Auch mal auf das Velo oder den ÖV umsteigen

(Quelle: Amt für Umweltschutz Kanton Uri)