So will sich die Stadt Zug bis 2050 entwickeln

Die "Kleinstadt" hat ihr neues Stadtraumkonzept vorgestellt

Die Stadt Zug hat heute ihr neues Stadtraumkonzept vorgestellt. Bei dem Konzept geht es darum, wie die Stadt Zug in rund 30 Jahren aussehen soll. Zu den Schwerpunkten gehören die Regelung des Verkehrs und die Grünflächen. Das Stadtraumkonzept dient als Grundlage für die Ortsplanungsrevision der Stadt Zug. Es liegt nun öffentlich auf. 

Zug will eine Kleinstadt bleiben. Das hat der Stadtrat als eines von sechs Zielen festgelegt, die im neuen Stadtraumkonzept definiert sind. Das Dokument gilt als Leitschnur für die Stadtentwicklung bis ins Jahr 2050.

Verdichtung heisst die Lösung

Verdichten heisst auch in Zug die Lösung. Die Stadt müsse innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets weiterentwickelt werden, heisst es im fast hundertseitigen Papier, das der Stadtrat am Mittwoch vorstellte. Klar definierte Siedlungsränder würden die Erlebbarkeit der angrenzenden Kulturlandschaft und Naturschutzgebiete fördern.

Es sei überall in Europa ein allgemeiner Verlust an Qualität der gebauten Umwelt und der offenen Landschaften festzustellen. Das treffe auch für die Stadt Zug zu. Heute leben hier rund 30'000 Menschen, 7'000 mehr als noch in den 80er-Jahren. Eine zweite Verdichtungswelle zeichnet sich laut der Strategie ab.

Ohne höhere Ansprüche bei der Gestaltung bestehe die Gefahr, dass sich die Fehler der Vergangenheit zukünftig in einer neuen Grössenordnung wiederholen. Man habe nun die Chance, vergangene Entwicklungen zu korrigieren, heisst es im Bericht. Ziel sei es, eine Kleinstadt mit grosser Stadtbaukultur zu bleiben.

Das Stadtzentrum als Herzstückt stärken

So will man die Verbindung zum Seeufer stärken. Die Baarerstrasse soll zum Hochhausboulevard werden und sich in der Stadtsilhouette abzeichnen. Die Eisenbahnanlagen sollen die Stadtteile künftig verbinden, statt diese zu trennen.

Ein weiteres Ziel ist es, das Stadtzentrum als Herzstück zu stärken. Dazu brauche es etwa gut gestaltete Plätze und Verbindungen. Auch gelte es, einen für Zug typischen Kolonnadentyp, also von Stützen begleitete Gänge, zu entwickeln.

Dank lesbarer Strassen- und Platzräume will Zug zur Stadt der kurzen Wege werden. Der Platzbedarf des motorisierten Individualverkehrs, auch des ruhenden Verkehrs, sei sorgfältig zu prüfen. Die Hauptverkehrsstrassen dürften innerorts nicht allein vom Autoverkehr dominiert werden.

Heimatgefühl und Dachterassen

Stadtteile und Quartiere sollen ihren eigenen Charakter haben und damit das Heimatgefühl der Menschen in Zug stärken. Eine wichtige Rolle spielt auch das Panorama. In diesem Zusammenhang schenkt die Strategie der Dachlandschaft ein besonderes Augenmerk. Dort sollen etwa vermehrt Dachgärten, Dachterrassen und Spielbereichen möglich sein. Schliesslich sollen auch urbane Grünräume zur Lebensqualität beitragen.

Die Grundsätze für die räumliche und bauliche Gestaltung der Stadt Zug hat das Baudepartement zusammen mit weiteren Fachleuten erarbeitet. Das daraus entstandene Stadtraumkonzept Zug 2050 hat der Stadtrat beschlossen.

Quelle: sda

Audiofiles

  1. So will sich die Stadt Zug bis 2050 entwickeln. Audio: Sophie Müller, Radio Pilatus AG