Schulhausprovisorium wird nicht bezogen

Gemeinde Emmen investierte über zwei Millionen Franken

Zuerst hat die Gemeinde für ein Provisorium gekämpft, nun ist dieses bezugsbereit, wird aber nicht gebraucht. Es entstanden Mehrkosten von 2,5 Millionen Franken, während Emmen sich bereits in einer schwierigen finanziellen Lage befindet.

Das Provisorium wurde errichtet, weil für die steigenden Schülerzahlen eine Lösung gefunden werden musste. Der geplante Neubau eines ganzen Schulhaustraktes zögerte sich hinaus, weil Einsprachen bis vors Bundesgericht weitergezogen wurden. Nun ist diese Einsprache aber vom Tisch und der Neubau kann realisiert werden. Dies macht das Provisorium überflüssig.  

Das Provisorium besteht aus einem dreistöckigen Modulbau, der auch Teil des neuen Schulhaustraktes sein wird. Daher wird dieser Ende Herbst wieder abgebaut und kann nicht für Klassenzimmer gebraucht werden. 

SVP ist nicht zufrieden

Dass die Gemeinde 2,5 Millionen Franken vergebens ausgegeben hat, ärgert die örtliche SVP. Präsident Marco Paternoster will, dass das Geschäft nochmals vor den Einwohnerrat kommt: "Wir brauchen neuen Schullraum, aber wir müssen auch auf die Finanzen schauen. Wir sind nicht auf Rosen gebettet."

Für die Erweiterung der Schulanlage Erlen hat der Gemeinderat bereits 2017 einen Bruttokredit von 9,5 Millionen Franken gutgeheissen. Der neue Trakt soll im Sommer 2020 zumindest für einen Teilbezug bereit sein. Bis dahin werden Fachräume zu Klassenräumen umfunktioniert und einige Schüler werden in andere Schulhäuser verlegt.

Schulhausprovisorium Erlen in der Gemeinde Emmen wird nicht bezogen.

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