Vitus Huonder ist nicht mehr Bischof von Chur

Papst Franziskus ernennt den Oberwalliser Peter Bürcher zum Apostolischen Administrator

Vitus Huonder ist nicht länger Bischof von Chur.

Bischof Huonder hat sein Amt in Chur abgegeben. Der Papst hat den Oberwalliser Peter Bürcher zum Apostolischen Administrator ernannt.

Vitus Huonder ist nicht mehr Bischof von Chur. Papst Franziskus hat den 73-jährigen Oberwalliser Peter Bürcher zum Apostolischen Administrator in Chur ernannt. Damit entschied er sich für eine Interimslösung. Das Churer Bistum teilte am Montag mit, der Papst habe den Amtsverzicht des 77-jährigen Vitus Huonder angenommen. Bis dessen Nachfolge geregelt sei, übernehme einstweilen Peter Bürcher, emeritierter Bischof von Reykjavik, die Churer Bistumsleitung.

Bürcher werde als Apostolischer Administrator in einer ersten Phase interne Gespräche führen, um sich mit dem Bistum vertraut zu machen,
schrieb das Bistum. Spätestens in der ersten Juni-Woche werde er sich den Medien stellen.

Island aus gesundheitlichen Gründen verlassen

Im März 1994 wurde er zum Bischof ernannt. Bürcher wirkte zunächst als Weihbischof im Bistum Lausanne, Genf und Freiburg, ehe er 2007 den Schritt zum Bischof von Reykjavik machte. Das Bischofsamt in Reykjavik gab er im Oktober 2015 auf. Gesundheitliche Gründe hatten ihn dazu bewogen, Island zu verlassen. Eine starke Lungenentzündung hatte ihn schwer mitgenommen.

Knapp zwölf Jahre im Amt

Vitus Huonder verliess den Bischofssitz in Chur am Montag nach knapp zwölf Jahren im Amt. Wie vorgesehen, zieht er sich zurück ins St. Gallische Wangs, ins Knabeninstitut "Sancta Maria" der Priesterbruderschaft St. Pius#X, wie es beim Bistum auf Anfrage hiess.

Quelle: sda