Vorsicht beim Wandern

Viele unterschätzen die Situation in den Bergen

Auch wenn im Flachland bereits die ersten hochsommerlichen Temperaturen verzeichnet werden – in den Bergen ist die Situation eine ganz andere.

Viele wissen nicht, dass im Moment auf 1’800 Meter über Meer noch bis zu 1 Meter Schnee liegen kann. In Talsenkungen sogar 2-3 Meter. In den teilweise harmlos aussehenden Schneefeldern birgt sich grosse Gefahr. Steigt die Temperatur so steigt die Lawinen Gefahr. Viele Wanderwege führen über solche Schneefelder, deshalb sind diese noch immer gesperrt.

Trotz ausgeschilderter Sperrung, viele gehen das Risiko ein. Umdrehen ist keine Option.

"Ist man bereits ein paar Stunden in den Bergen unterwegs und gerät an ein Schneefeld, möchte man nicht wieder umkehren." sagt der Tourismus Direktor von Andermatt. Deshalb gehen viele Wanderer das Risiko ein und möchten ihr Ziel trotzdem erreichen. Vielen fehle das nötige Gespür um diese Risikosituationen einzuschätzen. 

Was sich unter den Schneefeldern befindet, erkennt man nicht.

Liegt ein Schneefeld über einem Bach, frisst sich das Wasser unterhalb durch den Schnee. So entsteht eine Lücke zwischen Schneemasse und Bach. Betritt man nun das Schneefeld, bricht dieses ein und man fällt ins eiskalte Gletscherwasser. In dieser Lücke gibt es keine Luft, ausserdem kann man ertrinken oder erfrieren.

Vor einer Wanderung empfiehlt es sich also bei einem Tourismus Büro halt zu machen um sich über die geplante Route zu informieren.