Strafgericht ZG: Rumänen dankten dem Gefängnis

Die drei Männer stahlen 20 Spielkonsolen um Drogen zu kaufen

Das Strafgericht verurteilte die drei Rumänen zu einer Haftstrafe und einem Landesverweis.

Das Zuger Strafgericht hat am Dienstag drei Rumänen zu einer bedingten Haftstrafe von 10 Monaten und zu einem Landesverweis von fünf Jahren verurteilt. Einen Teil der Strafe hatten die drei Männer bereits abgesessen. Vor Gericht zeigten sie sich dankbar für die Zeit im Gefängnis.

Drei Rumänen haben sich am Dienstag vor dem Zuger Strafgericht dankbar für den Aufenthalt im Gefängnis gezeigt. Vor Gericht sagten sie aus, dass sie dank dem Gefängnis ihre Drogensucht überwunden hätten. Dies berichtet die Zuger Zeitung. Die drei Rumänen im Alter zwischen 34 und 48 Jahren waren im Dezember 2018 in die Schweiz gekommen.

20 Spielkonsolen geklaut

Während ihrem Kurzaufenthalt stahlen sie schweizweit 20 Spielkonsolen, um diese dann gegen Heroin eintauschen zu können. Schliesslich fielen sie in Zug auf und wurden geschnappt. Alle drei waren damals drogensüchtig gewesen. Inzwischen hätten sie die Sucht aber überwunden, so die Häftlinge vor dem Strafgericht. Das Gefängnis habe gutgetan, da sie nun von den Drogen weggekommen seien. Dementsprechend positiv waren auch die Gefängnisberichte über die Gefangenen.

Haftstrafe und Landesverweis

Der Richter bemerkte, dass er selten so gute Berichte erhalten habe. Trotzdem verurteilte das Gericht die drei Rumänen schliesslich zu einer Haftstrafe von zehn Monaten unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Zudem werden sie für fünf Jahre des Landes verwiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.