Die Gemeinde Meggen zum "Saustall-Streit"

Nach den Diskussionen wegen des Gestanks will sie Klarheit schaffen

Seit bekannt ist, dass eine Bauernfamilie in Meggen ihren Schweinestall stilllegen muss, weil die Nachbaren gegen die Geruchsemissionen geklagt haben, musste die Gemeinde Meggen harte Kritik einstecken. Jetzt nimmt Gemeindeammann HansPeter Hürlimann Stellung.

Ein neues Kapitel in der Geschichte rund um den Schweinegestank in Meggen. Der Bauernhof der Familie Hofer stinke derart stark, dass Nachbaren, die vor wenigen Jahren hergezogen sind, Klage einreichten. Sie erhielten Recht: Der Schweinestall stehe zu nahe an der Bauzone und müsse stillgelegt werden. Die Kosten für einen neuen Stall übersteigen das Budget der Bauernfamilie Hofer weit – diese sammelt nun deshalb mit einer Online-Spendenaktion Geld.

Gemeinde hat Bauern nicht auf Bewilligungspflicht hingewiesen

Die Familie Hofer hat in den vergangenen Jahren den Schweinstall erweitert und den Betrieb umgestellt. Dass dafür Bewilligungen notwendig gewesen wären, wusste die Familie nicht, wie Bauer Kaspar Hofer sagte. Bisher blieb die Frage offen, warum die Gemeinde nicht interveniert und Landwirt Hofer auf die Bewilligungspflicht hingewiesen hat. HansPeter Hürlimann, Gemeindeammann von Meggen, sagte dazu:

«Die Gemeinde kontrolliert nicht proaktiv, was genau wo passiert. Die Daten des Kantons haben wir nicht. Wir überwachen die Leute nicht, bei uns in Meggen herrscht Treu und Glauben.»

Im obigen Video-Beitrag will der Gemeindeammann Hürlimann mit falschen Meinungen bezüglich des Zonenplans und der Umnutzung des Schweinestalls der Familie Hofer aufräumen.