Littering-Problem im Kanton Luzern

Luzerner Regierung verzichtet auf Littering-Kampagne

In der Schweiz entstehen jährlich Schäden von rund 200 Millionen Franken durch Littering. Auf die Stadt Luzern runtergerechnet sind dies jährlich bis zu 2 Millionen Franken. Dies obwohl die Luzerner Polizei seit 10 Jahren Abfallsünder büsst.

Genützt haben die Bussen nicht viel, dies zeigt die Antwort der Luzerner Regierung auf einen Vorstoss im Kantonsparlament. Das Littering hat in den letzten Jahren sogar zugenommen. Gründe dafür sieht das zuständige Strasseninspektorat der Stadt Luzern darin, dass in den letzten Jahren die Anzahl Take-Aways zugenommen hat. "Es gibt auch mehr Clubs und die Leute verbringen ihre Abende öfters draussen und hinterlassen dann einfach Ihren Dreck", sagt Bärti Kreienbühl vom Strasseninspektorat, der seit 11 Jahren den Stadtteil Luzern Mitte leitet.

Bis zu 5 Tonnen Abfall an einem Wochenende

Besonders deutlich sieht man das Littering-Problem in der Stadt Luzern im Zentrum in der Nähe vom McDonalds, auf dem Europaplatz aber auch auf der Ufschötti. Dort kann an einem schönen Wochenende bis zu 5 Tonnen Abfall zusammenkommen. Die Plastikverpackungen, Bierflaschen und Zigistummel liegen dann häufig überall auf der Wiese verteilt rum und nicht in den über 50 Abfalleimern, die es auf der Aufschötti gibt.

Kanton finanziert keine Littering-Kampagne

Die Stadt hat schon einige Anti-Littering Kampagnen wie "Luzärn Glänzt" durchgeführt um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Auch fürs nächste Jahr plant sie eine grosse Kampagne, in der das Thema Littering auch dazu gehört. Der Kanton zahlt aber nichts daran. Wie die Luzerner Regierung in einer Antwort auf einen Vorstoss aus dem Kantonsparlament schreibt, käme für sie keine kantonale Kampagne in Frage.

Audiofiles

  1. Flavio Desax / Marco Zibung. Audio: Ordnungsbussen lösten Littering-Problem in Luzern nicht
Überfüllte Abfalleimer auf der Ufschötti in Luzern. Überfüllte Abfalleimer auf der Ufschötti in Luzern. Littering auf dem Europaplatz. Littering auf dem Europaplatz.